058 | Alles fühlen, ganz leben: Mit Jan von Wille über Gefühle, Verbundenheit und Spiritualität
Shownotes
Was braucht es, um wirklich so zu leben, wie wir leben möchten?
In diesem Gespräch erzählt Jan von Wille von seinem ungewöhnlichen Weg: vom Goldschmied über seine Arbeit als Pastor bis hin zur Beschäftigung mit dem Nervensystem. Wir sprechen darüber, warum uns unsere frühen Überlebensstrategien lange tragen können und was geschieht, wenn das Leben, das wir uns aufgebaut haben, irgendwann nicht mehr zu uns passt.
Du erfährst in dieser Folge:
- Wie Jans Erfahrungen in seiner Kindheit seinen beruflichen Weg und seine Suche nach Heimat geprägt haben
- Warum in unseren Überlebensstrategien nicht nur Schmerz, sondern auch besondere Fähigkeiten liegen können
- Was Jan dabei geholfen hat, den Schritt aus seinem bisherigen Leben zu wagen, ohne zu wissen, wie es weitergeht
- Warum Veränderung nicht allein durch Verstehen geschieht, sondern auch im Körper erfahren werden muss
- Was Gefühle, Verbundenheit und eine verkörperte Spiritualität für ein lebendigeres Leben bedeuten können
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Highlight-Zitat von Jan:
„Bist du bereit, alles zu fühlen, was es zu fühlen gibt, während du so lebst, wie du leben möchtest?“
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In dieser Folge erwähnt Jans Interview mit mir auf seinem You-Tube Kanal
Und hier findest du eine Übersicht über all meine Gastauftritte
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Mehr über Jan:
YouTube-Kanal von Jan von Wille
Podcast „AWAKE – mit Jan von Wille“
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Wenn du Feedback zur Folge hast oder Fragen oder Themenwünsche einbringen magst: Schreib mir gerne an info@theresa-ackermann.de.
Ich freue mich, von dir zu hören!
Transkript anzeigen
00:00:04: Hey, schön dass du da bist.
00:00:05: Du hörst Ruhepool – der Podcast für Menschlichkeit im Business!
00:00:10: Vielleicht kennst du das.
00:00:11: in einem Seminar oder Retreat hast du erlebt wie es ist wenn Masken fallen und echte Verbindungen entsteht?
00:00:17: Und du wünsch dir, dass es im Alltag genau so bleibt.
00:00:21: Doch zurück im Job oder an deiner Selbstständigkeit holt dich schnell der alte Modus von Funktionieren und Anpassen wieder ein.
00:00:28: Hier erfährst du wie du Menschlichkeit mitten im echten Leben lebst.
00:00:32: Ich bin Theresa Ackermann, dein Host.
00:00:34: Für weniger müssen und mehr Mensch sein!
00:00:46: Herzlich willkommen zurück im Podcast Ruhepol.
00:00:49: ich freue mich sehr.
00:00:50: heute habe ich Jan von Wille
00:00:52: im Gespräch.
00:00:54: Ja Jan hat mich im Frühjahr in seinem Podcast eingeladen und da war ich total erfreut weil ich kannte bislang gar nicht so viele Männer die sich mit dem Nervensystem beschäftigen.
00:01:05: Und dann bin ich auf Jans Website und hab gedacht, wer lädt mich denn da ein?
00:01:10: Ich habe mich erst mal gefreut dass es wirklich auch Männer gibt die sich damit beschäftigen.
00:01:14: So ist er der erste Mann in meinem Podcast den ich interviere.
00:01:21: Ich habe mir dazu entschieden einen Podcast daher zeitnah zum Weltmännertag zu veröffentlichen, der ist tatsächlich am dritten Elften und meiner Wahrnehmung nach gar nicht so präsent in unserer Welt wie der Weltfrauentag.
00:01:36: Und daher habe ich mich entschieden das auch passend zu veröffentlichte.
00:01:39: Und da bin ich jetzt selber neugierig, weil ich seine Geschichte selbst auch noch nicht so intensiv kenne.
00:01:48: Aber er schreibt von sich auf der Webseite das er mal Goldschmied war, dass er dann Fahrer geworden ist und irgendwann zum Nervensystem gekommen ist und jetzt als Nerven-System Coach auch arbeitet.
00:02:01: Das finde ich mega spannend!
00:02:02: Ich weiß gar nicht ob du als Suche es von mir weißt aber mein Stiefvater war auch evangelischer Fahrer und dementsprechend haben wir da auch irgendwo eine Gemeinsamkeit Besonders auch zu hören wie Menschen dazu kommen solche Lebensentscheidungen, solche besonderen Berufe zu wählen.
00:02:18: und daher freue ich mich sehr Jan jetzt auch selbst noch näher kennenzulernen.
00:02:22: Und mit ihm über das Nervensystem zu sprechen und was ihn bewegt Auch dieses Wissen übers Nerven System mehr in die Welt zu bringen.
00:02:30: herzlich willkommen Jan.
00:02:32: Ja Dankeschön Teresa.
00:02:33: Ich freue mich auch hier zu sein
00:02:35: wenn ich habe immer zwei Einstiegsfragen, dass die Menschen dich auch schon etwas besser kennenlernen.
00:02:42: Und erst mal würde mich interessieren hast du für dich irgendein SOS-Tool im Nervensystem?
00:02:49: Was du so machst wenn du merkst oh heute merke ich bin nicht irgendwie ganz bei mir oder mein Nerven System ist gerade sehr sympathikos.
00:02:58: Hast du irgendeinen SOS Tool wo du sagst das mache ich für mich
00:03:04: Ja!
00:03:04: Mein Eisbad Also ich habe auf der Straße einen Eisbad stehen, da hüpfe ich rein und dann ist alles wieder gut.
00:03:13: Espresso das ist jetzt eher so Lifestyle und zum späteren Abend meinen Rotwein.
00:03:20: ansonsten gibt es ja unheimlich viel.
00:03:22: also es gibt auch eine Erdung.
00:03:25: Das ist eine Methode.
00:03:26: die ist ganz simpel.
00:03:27: Ich laufe immer barfuß logischer Barfußläufer in der Stadt, ziehe ich auch Schuh an.
00:03:34: Aber wenn es geht immer barfuß und dann das ist das für mich ganz leicht.
00:03:39: Ich fühle meine Füße also gehe einfach mit meinem Bewusstsein so nach unten in meine Füsse weil aufgrund meiner Prägung geh ich häufig hoch in den Kopf und da schwirrt es dann meist aber so dass die Antenne runterfahren in die Füasse.
00:03:53: das ist auch noch eine gute Sache.
00:03:54: Also das sind auch Sachen, die du täglich in deinen Alltag integrierst.
00:03:58: Aber auch als SOS-Tools nutzt.
00:04:02: beides im Prinzip wenn ich es richtig verstehe.
00:04:04: Den Rotwein jetzt nicht täglich?
00:04:08: Ja
00:04:09: sehr schön!
00:04:11: Ja und ich hab's grad schon in deiner Vorstellung erzählt, dass sich dein Weg super spannend finde.
00:04:16: Dass du mal Goldschmied geworden bist dann als Facher gearbeitet hast.
00:04:21: Magst du uns mal auf deinen Weg mitnehmen?
00:04:23: Also vielleicht zu deine wesentlichen Wege.
00:04:26: wie ist es dazu gekommen und wie bist du dann das Schluss endlich zum Nervensystem gekommen?
00:04:32: Das find' ich mega interessant!
00:04:35: Okay, das machen wir am besten in so kleinen Etappen.
00:04:39: Ich mache mal so Stopp weil sonst erzähle ich meine ganze Lebens-Story.
00:04:42: aber ich kann hier eine Etappe erzählen die so die ersten Markierungen bringt.
00:04:49: Also meine Mutter ist gestorben als ich vier Jahre alt war und da sind Kinder heimgekommen.
00:04:54: Wir waren fünf Kinder.
00:04:56: mein Vater war völlig überfordert.
00:04:57: Wir sind dann ins Kind angekommen für ein knappes Jahr und dann hat mein Vater wieder neu geheiratet So eine Familien-Zurückführung sozusagen.
00:05:08: Und das nennt man ja so ein Schocktrauma, wenn sowas ganz plötzlich Schweres kommt, ein System Ohnmacht bei mir, Nervensystem.
00:05:16: Das wäre die erste Markierung in meinem Nervenystem.
00:05:21: Was ich rausgefunden habe zum Reflektieren da kam dieser Glaubenssatz du musst es alleine schaffen und... Das hat seine lange Geschichte.
00:05:32: Und dann, die zweite E meines Vaters war nie so glücklich würde ich sagen und ich hatte mit der Ruht der zweiten Frau meines vaters dann meine großen großen Schwierigkeiten.
00:05:43: und wir sind auch in Düsseldorf-Eller aufgewachsen.
00:05:46: da gab es den Spruch lebst den Ella stirbste schneller und das war wirklich heftiges Viertel.
00:05:54: Das nennt man ja Entwicklungstraum, also wenn es jetzt nicht so punktuell heftig ist sondern eher Entbehrung von Nachlässigung über einen längeren Zeitraum.
00:06:02: Also das hört sich auch sehr dunkel an war es aber wie das so ist Kinder finden immer ihre Wege in den Lichtspalten einzukommen.
00:06:12: da gab's natürlich ganz schöne Momente.
00:06:15: Aber das sind meine frühen Prägungen die mich dann sicherlich eine Art Vorzeichen gesetzt haben, eine Prägung in meinem Nervensystem.
00:06:25: Was dann spannend ist können wir auch später darüber reden was dafür Überlebensmuster entstanden sind die immer auch beide Seiten haben einmal die Stärke und dann noch die Schattenseite der Verleugnung oder Projektion.
00:06:39: Ich bin dann früh ausgezogen.
00:06:41: mit siezehn Jahren bin dann Goldschmied geworden habe eine goldschmietlehre begonnen.
00:06:48: das fand ich damals ganz faszinierend.
00:06:50: Im Rückblick passt das überhaupt nicht zu meiner Persönlichkeit, weil ich kein Detailtyp bin.
00:06:55: Goldschmiede leben ja durch, dass die Teil und Lange sitzen.
00:07:00: Das ist im Grund gar nicht mein Fall.
00:07:01: der einzige Part, der so passte war das Künstlerische.
00:07:05: Also fünf Generationen vor mir waren alles Kunstmaler von daher lag das schon nahe des künstlerischen Element.
00:07:13: aber das Handwerk hat mich nicht so gelegen Bin ich auch, ich war vier Jahre Goldschmied.
00:07:20: Dann bin ich umgesattelt und habe dann Theologie studiert.
00:07:24: Längere Weg, da muss ich erst mal das Abitur nachholen... ...und nach dem Abiturt dann auf den zweiten Bildungsweg Theologie studiert und bin dann Pastor geworden.
00:07:34: Das wäre ja die erste Spanne!
00:07:36: Und bevor ich jetzt ganz lang weiter erzähle, mal bis hierhin.
00:07:39: Das sind so vielleicht die ersten Markierungen.
00:07:42: Da bekommt man vielleicht ein bisschen ein Bild schon mit oder?
00:07:45: Ja, auf jeden Fall.
00:07:46: Also und ich finde es super spannend auch gleich in deine Überleben Strategien nochmal reinzugehen.
00:07:51: aber vielleicht erstmal warum Theologie?
00:07:54: Warum Hastor?
00:07:56: Das ist ja schon auch eine besondere Entscheidung und vielleicht auch ein besonderer Beruf.
00:08:03: also ich habe auch ne Freundin die diesen Beruf gewählt hat Und ich fand das immer faszinierend, mit welcher Leidenschaft und Passion sie das wirklich gemacht hat oder macht.
00:08:15: Sie ist jetzt auch Fahrerin in München und finde es trotzdem eine ungewöhnliche Entscheidung weil ja die Kirche doch immer gefühlt altbackener wird und auch von der Gesellschaft eher so gesehen wird.
00:08:26: wie kommt's dass man sich dann als junger Mensch dazu entscheidet?
00:08:30: Was war das?
00:08:30: Das find' ich spannend!
00:08:32: Ja also das kommt sicherlich durch eine christliche Prägung meine alte Mann Christen, auch sehr überzeugte Christen.
00:08:39: Also da wurden immer die Losungen gelesen.
00:08:42: vielleicht sind sie ein bisschen bekannter das ist so Auszüge aus der Bibel die man morgens wie eine Art ja eben Losung.
00:08:48: man zieht so eine Stelle heraus und die wurden gelesen.
00:08:53: also ich bin schon sehr christlich aufgewachsen Und auch ein Erbe was sich sehr schätze muss ich sagen.
00:09:01: also Spiritualität ist ja ein weites Feld und diese ja so eine christliche Wurzel zu haben, die schätze ich sehr.
00:09:13: Ein weiterer Punkt also das ist sicherlich eine Grundlage gewesen.
00:09:17: aber ein weiterer punkt und deshalb ist gut mal so früh in die Prägung reinzugehen Ich hatte nicht nur einen Glaubenssatz Also du musst es alleine schaffen sondern durch diese Heimatlosigkeit.
00:09:29: Ich bin auch zwanzigmal umgezogen.
00:09:30: Also ich bin oft entwurzelt worden ist sicherlich und auch das ist mir erst später natürlich klar geworden, dieses Anliegen einer Heimat zu finden für mich.
00:09:44: Und auch eine Heimat zur Schaffung für andere Menschen.
00:09:48: Das ist mir immer schon ein ganz wichtiges Anliege gewesen.
00:09:53: Diese beiden Elemente oder Kräfte haben ich dann zur Theologie geführt.
00:09:59: Ich bin auch ein Insucher, also der Sinn im Leben.
00:10:02: Die Frage nach der Wahrheit und so... Das sind für mich bis heute immer noch die ganz großen treibenden Kräfte.
00:10:09: Und das ist so Theologie geführt.
00:10:12: Ich bin aber auch früh dann nicht in die Evangelisch- oder Katholische Kirche gegangen, sondern in die Freikirche.
00:10:19: Das ist jetzt nicht so bekannt in Deutschland.
00:10:21: Aber das sind so Kirchen, die wir gebaut haben, also auch gegründet haben Für Menschen die jetzt nicht mehr mit der Landeskirche so andocken wollen.
00:10:30: Also es gibt ja viele Menschen, die sagen Kirche nein aber Gott das ist schon interessant für dich.
00:10:36: und genau für diese Menschen haben wir dann kirchen.
00:10:40: Wir haben da so Lagerhallen umgebaut, ganz peppige Musik.
00:10:44: Also alles was sich nicht direkt nach Kirche angeführt hat und das war schon richtig spannend.
00:10:49: Das hat wirklich viel Spaß gemacht.
00:10:50: es war eine wilde Phase aber sie ist auch zu Ende gekommen.
00:10:55: Da können wir später noch mal darüber sprechen warum ich dann letztendlich aus der Kirche rausgegangen bin.
00:11:00: Nicht meinen Glauben verloren habe aber aus diesem Konstrukt bin ich dann doch später raus.
00:11:07: Das heißt, verstehe ich das so richtig?
00:11:08: Dass es auch quasi so dieses Ich kreiere eine eigene Gemeinde oder ich habe eine eigene gemeinde wo es um Zugehörigkeit geht.
00:11:18: Das letzten Endes auch was da im Nervensystem in der Zeit Sicherheit gegeben hat.
00:11:26: Also das glaube ich nicht wenn das so formuliert ist.
00:11:31: Nervensystem und Sicherheit sind untrennbarer Verbindung natürlich.
00:11:34: aber Diese Aufgabe, also im freikriechlichen Bereich das war ja so wie ein Unternehmer.
00:11:41: Wir haben Gebäude gekauft und gebaut.
00:11:45: Das war wie so Start-ups kann man heute sagen.
00:11:49: Das waren mehr Aufregungen Spannung Abenteuer Unsicherheit.
00:11:53: Ich war nicht angestellt, sondern es war ein Verein aufgebaut.
00:11:58: auch das Gehalt oder ich war ja nicht Angestellt.
00:12:02: Es war wie ein Unternehmen wie ein Startup.
00:12:06: Ja, spannend.
00:12:06: Das ist gut, dass du das noch mal sagst?
00:12:08: Ja ja!
00:12:08: Das war nicht Sicherheit sondern eher ein großes und langes Abenteuer.
00:12:12: Weil
00:12:13: weil ich es von meinem eigenen Stiefvater ja kenne, der war halt wirklich verbeamtet
00:12:17: usw.,
00:12:18: also Kirchenbeamter... Und das ist ja nochmal was ganz anderes dann.
00:12:22: Also auch schon sowas freiheitliches in dir gewesen.
00:12:25: Ja absolut.
00:12:26: Freiheit und Sicherheit die beiden Pole da bin ich ziemlich weit frei.
00:12:33: Super spannend Und du sagst ja dann aber auch irgendwann, war dir das zu eng?
00:12:40: Was war es genau, was dir dazu eng wurde und wie bist du denn auch aufs Nervensystem gekommen?
00:12:47: Ja.
00:12:48: Was mir zuengen wurde, das waren viele Dokumen also Glaubenswahrheiten die festgeschrieben sind von der Kirche wenn man das Glaubenzbekenntnis nimmt unter uns da dass Das war so in den Vierzigern, Anfang vierzig da hat sich bei mir auf einmal vieles umgestellt.
00:13:06: Ich hatte viele Fragen und habe auch Grenzen erfahren Krisen usw.
00:13:10: Und ja die haben dazu geführt dass ich damals viele Fragen gestellt hab und die für mich dann in diesem System nicht mehr gut beantwortet werden konnten.
00:13:21: Ja also das ist... Da bräuchte man ein extra Abend für weil es ein ziemlich großes Thema ist denn nicht alles habe ich hinterfragt in dem Sinne, oh das glaube ich so nicht mehr.
00:13:31: Aber doch viele grundlegenden Überzeugungen der Kirche die hab' ich auf einmal anders gesehen und es war natürlich ganz schwer weil ich eine Gallionsfigur war.
00:13:42: in dem Sinn Ich hatte auch den Kirchenbund geleitet also da gibt's ja auch so eben ganze Kirchenorganisationen Und ich war halt Leiter eines Kirchen einer Kirchenorganisation.
00:13:54: Und da ist natürlich ganz wichtig, wie ein Politiker, wenn CDU-Politiker auf einmal merkt Mensch viele Positionen die sind bei mir zwischen grün oder gelb oder wie auch immer und gar nicht mehr zu EU dann ist das ein riesiger Konflikt innerlich.
00:14:08: Ich habe es Zeit lang tragen können aber das wurde immer heftiger und so bin ich an meinem Gewissen gefolgt.
00:14:15: und das war... Wenn du sagst was hat das mit dem Nervensystem zu tun?
00:14:19: Da bin Nicht das erste Mal, aber schon sehr heftig in diesem Strudel gelangt.
00:14:25: Also ich habe dann gekündigt und bin arbeitslos geworden hatte in dem Sinne keinen Beruf mehr.
00:14:31: also Goldschmidt konnte nicht mehr werden es lag viel zu lange zurück und hatte eine Familie zu ernähren.
00:14:37: uns weiter aber kein beruf mehr hab mich arbeitslose gemeldet Und das war schon einer meiner ganz ganz schweren Phasen im Leben.
00:14:46: Also keine Idee Was mache ich jetzt?
00:14:50: Also, ich habe aufgehört ohne zu wissen wie geht es weiter.
00:14:53: Weil wir so Brücken abbrechen weil die Brücke nicht mehr trägt.
00:14:58: aber ich hatte noch nicht das Ziel und das war... Das hört sich jetzt irgendwie weiß nicht wie sie da anhört im Rückblick kann man das so schön erzählen Aber das waren knapp drei Jahre wo ich aufgewacht bin.
00:15:11: schweren Herzen sage ich jetzt mal also mit einem aufgeregten Nervensystem.
00:15:17: Das habe ich sehr im Brustbereich, im Herzbereich gemerkt.
00:15:21: Wenn ich dann morgens in die Stille, in die Meditation gegangen bin... das war schwer!
00:15:24: Es war nicht erfüllend sondern es ist ein alt eingespieltes Ritual in meinem Leben in die Stille zu gehen am Tag.
00:15:33: aber ich bin dann konfrontiert eben mit einer Lehre wenn man ja Radlosigkeit auch alter Ohn macht da sind wir wieder im Kinderheim.
00:15:42: also Du musst es alleine schaffen, du bist ohnmächtig als kleines Kind verloren.
00:15:46: Und da habe ich schon sehr viel dann reflektiert nachgedacht und Mensch war ein bisschen Paster geworden und habe kein Teil nicht der einzige aber ein Teil schon.
00:15:57: auch mein eigenes Thema wahr also Heimat finden jetzt ja genommen worden und jetzt möchte ich sie finden aber auch für andere Menschen finden.
00:16:07: das ist was Schönes.
00:16:08: Aber solange die Eigenthemen noch Nicht gut Wie es einmal balanciert sind, bringen wir immer auch einen Schmerz mit hinein.
00:16:18: Das gilt für alle helfenden sozialen beratenden Berufen und im Rückblick konnte ich vieles erkennen in dieser Zeit.
00:16:26: das war also sehr schwer eine Auswertphase sozusagen und habe dann viel über das Nervensystem gelernt anhand meines eigenen Beispiels.
00:16:38: Ja, spannend.
00:16:38: Weil das ist das was ich auch oft beobachte dass Menschen quasi erst ausnahm also an mir selber auch dass wir so eine Überleben Strategie haben, dass wir aus der Überleben-Strategie eigentlich auch unseren Beruf machen und dann zu erkennen Eigentlich ist es nur eine Überlebensstrategie.
00:16:56: und wer bin ich eigentlich ohne diese Überlehmestrategie?
00:16:58: Ist eigentlich einer der größten Rätsel im Leben glaube ich fast
00:17:02: Genau ja.
00:17:04: Also für mich war das auch sehr bedeutsam, weil ich die gesamten Sachen, die ich jetzt über Nervensystem weiß nicht primär oder zuerst angelesen habe sondern ja so im eigenen Leben sehr intensiv erfahren hab.
00:17:22: Wie hast du dann das Nervensystem gefunden?
00:17:26: Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, war es eher so dass du es erst alles an dir beobachtet hast und dann irgendwann das Nervensystem gefunden hast.
00:17:34: oder wie würdest du es erklären.
00:17:37: Also diese Grenzerfahrung die ich da erlebt habe,
00:17:40: also dieses
00:17:42: intensive dumpfe Gefühl am Morgen im Herzbereich... Ich bin nicht in den Burnout geschlindert aber Ich habe schon sehr stark diese Beklombheit wahrgenommen.
00:17:54: Also eine Beklommerheit, eine Schwere im Leben wobei ich eigentlich vom Typ ja ein sehr optimistischer Mensch bin.
00:18:02: Ja?
00:18:03: Ich bin sehr positiv!
00:18:05: Aber diese Phase die hat mich so richtig in so einer Dunkelheit geführt nicht eine Depression aber eine schwere, die ich tatsächlich primär im Körper gefühlt habe Und wie das natürlich auch mental sich niedergeschlagen hat.
00:18:21: Aber da habe ich das erst mal gemerkt, ah im Körper geschieht was?
00:18:24: Ich kann es nicht verdrängen.
00:18:26: mit mentalen Techniken ging das nicht weg sondern es blieb so im Hintergrund mal stärker und mal schwächer und das waren die ersten Fährten die mich hineingeführt haben.
00:18:38: Ah!
00:18:39: Da bildet sich im Körper rein physisch biologisch etwas ab nicht weggeregelt, sondern das Will angeschaut gefühlt durchfühlt werden.
00:18:52: Und heute wissen wir um viele Wege wie wir damit gut umgehen können dieses bejahende Fühl in des Annehmen und verstehen und von daher war das für mich eine schwere Zeit die aber letztendlich dann so ein Türöffner war in dieses wichtige Thema.
00:19:12: Bist du durch diese Zeit alleine gegangen oder hattest du irgendwie Unterstützung?
00:19:16: Wie kann ich mir das vorstellen.
00:19:19: Ich hatte schon immer Menschen, die mich begleitet haben, geistliche Begleitern nennt man es im kirchlichen Raum.
00:19:25: Es gibt ja heute einen Coaches.
00:19:27: Ich habe dann auch eine Therapeutin mit mir Atemarbeit gemacht hat.
00:19:35: Heute wird man auch sagen so somatic experience über den Körper zu arbeiten, wenn gleich das nicht ihre explizite Methode war.
00:19:42: Aber einige Elemente... Das ist jetzt mal schon zehn, zwanzig Jahre her.
00:19:49: Im Rückblick kann ich das jetzt so sehen.
00:19:50: Damals hatte ich jetzt noch keine Begriffe dafür aber wir haben Breathwork gemacht.
00:19:55: Einige Elemente aus Somatic Experience würde ich sagen.
00:19:59: Manches im Gespräch Aber ja, ich hatte auch Begleitung.
00:20:03: Dafür bin ich sehr dankbar.
00:20:05: Und dann hast du jetzt schon gesagt, du hast es plötzlich im Körper erkannt?
00:20:09: Ganz am Anfang hast du auch mal gesagt oder für dich sind die Füße extrem wichtig weil du jemand bist der schnell im Kopf ist... ja viele Menschen von uns sind.
00:20:20: Das heißt, dass es dir dann auch alles damals so richtig bewusst geworden oder war dir vorher schon gewusst, dass du sehr kopflastig bist und den Körper vielleicht zu wenig Beachtung geschenkt hast?
00:20:33: Wie war da der Prozess genau?
00:20:35: Ja!
00:20:37: Mir wurde das erst in den vierzigern also als ich vierzig wurde... Da begann das bei mir.
00:20:44: In der Zeit davor war mir das Ehrlichkeit nicht so bewusst.
00:20:47: Nee, das ist ja stärker!
00:20:50: Also gerade in dem Beruf der Verkündigungen des Wortes und etwas aufbauen und so... Da verstand er schon sehr wichtig und hat mich erst mal vorangebracht auch in dem Sinne Erfolg also weil vieles auch funktioniert hat.
00:21:07: aber dann eben gab es diese Krise die ich dann so eben in die Ohlmacht gebracht habe.
00:21:13: Ich kann es nicht.
00:21:14: Also radikal und darüber dann in den Körper erstmal durch schmerzliche Erfahrungen, aber dann bin ich über Transdense reingekommen und über Dunkelseminar.
00:21:25: Das sind so die Stichworte.
00:21:26: Ich habe ein Dunkelseminar gemacht also einige Tage in der völligen Dunkelheit verbracht.
00:21:32: das war auch ein ganz starkes Erlebnis wo ich im Körper gegangen bin weil eben die Augen und vieles andere einfach nicht mehr funktioniert.
00:21:42: Und dieses radikale Reduzieren von Möglichkeiten hat mich nochmal auf eine ganz geheimnisvolle Weise in meinem Körper gewacht.
00:21:51: Und dann eben Tronstens, das war für mich ein vielleicht das größte Tor in die Körperarbeit.
00:21:57: Also Tronsten ist heißt dass man mit verbundenen Augen zu intensiven Trommelklängen über eine längere Zeit tanzt sehr frei.
00:22:08: Dadurch kann sehr viel ausgelöst werden.
00:22:11: Das waren für mich sehr starke Eingangstore, aber auch so kleinere wie Eisbad und Breathwork.
00:22:18: Da gibt es ja vieles.
00:22:21: Aber ich habe dann sozusagen Blut geleckt und dachte wow das ist ja toll was sich hier öffnet!
00:22:29: Ich habe zu ganz anderen Energien bekommen.
00:22:33: Wenn uns jetzt Menschen zuzuhören, die vielleicht auch sagen ah ja ich bin auch sehr kopflastig.
00:22:39: Merke aber auch irgendwie das mehr im Körper quasi gestecken könnte oder viele Menschen spüren das schon?
00:22:47: Welche Tipps hast du denn welche Empfehlungen was können sie aus von deiner Geschichte vielleicht lernen?
00:22:53: Da wird es immer helfen zu gucken wo steht die Person denn denn das Kopf lastige?
00:22:58: Ja dass haben sehr viel Menschen im Westen Das ist ja viel, viel feiner.
00:23:03: Wo fängt das denn an?
00:23:05: Denn im Grund stecken die Geschichten in uns wenn jemand vernachlässigt worden ist auf eine bestimmte Weise oder auch missbraucht wurden also verschiedene Formen der wo es schwierig wurde in unserem Leben, ja?
00:23:20: Wo wir in die Ohlmacht gekommen sind.
00:23:23: Da haben sich so oder da können sich so viele feine unterschiedliche Verzweigungen gebildet haben im unserem Leben.
00:23:29: Hier komme ich zum Beispiel wenn jemand sagt Ich brauche dich!
00:23:34: Da krieg ich Kopfschmerzen auf einmal.
00:23:37: Also, feinsinnig und fein gliedrig ist das jetzt.
00:23:40: Ja Wenn jemand mir sagt, ich brauche Dich Das löst bei mir auch was aus aber nicht so heftige Reaktionen wie Gestern hatte ich ein Gespräch mit jemandem, der das als ein großes Thema hatte.
00:23:52: Wenn jemand sagt, ich brauche dich dann kriegt er richtig einen trockenen Hals Der hals schnürt sich richtig zusammen so ne?
00:23:59: Aha da steckt offenbar eine Geschichte hinter und Ich würde mal sagen generell Sich auf die Suche zu machen.
00:24:09: welche Geschichte steckt in mir über Lebensgeschichten?
00:24:15: Die haben die Energie.
00:24:17: Also wenn ich eine Grenze bin, Krise, Trauma, Entwicklungstraum, Schocktraum, was immer es gibt.
00:24:23: Irgend ein tiefer Schmerz der noch nicht gut erlöst werden konnte, dann ist das eine gefrorene Geschichte in mir und die Potenzial bestimmte Reize, die von außen kommen so aufzuladen dass die alte Geschichte wieder aktiviert wird.
00:24:41: also Ein alter Teil in mir reagiert In der Regel auch zu heftig als der Reiz, der von außen kommt.
00:24:51: Und dann gibt es ja die Schwierigkeiten, ob der andere denkt was ich habe doch nur gesagt kannst du mir mal helfen warum explodierst du?
00:24:58: Also solche Themen also generell würde ich sagen lerne die Geschichte kennen deine Traumageschicht in die Schmerzgeschichte denn da steckt das Gold eigentlich drin.
00:25:10: Die Engpässe liegen in diesen gefrorenen Geschichten wenn wir sie erkennen Und dann die Wege wissen, wie wir sie langsam – das braucht seine Zeit auch ans Licht heben können und mit der Zeit auflösen.
00:25:24: Also ganz weg gehen die nie!
00:25:27: Aber wir können sie so ans Licht bringen, dass sie uns nicht mehr behindern.
00:25:34: Hast du jetzt auch schön gesagt?
00:25:35: Weil du sagst, da liegt es Gold drin wo ja doch vielleicht wieder der Goldschmied in den Menschen zu finden
00:25:41: ist.
00:25:44: Also ich fand es sehr verständlich.
00:25:46: und wie begleitest du dann jetzt Menschen da drin?
00:25:52: oder wie sieht deine Arbeit darin aus?
00:25:58: Da habe ich verschiedene Wege, viele über Kurse und auch über Seminare weniger eins zu eins Begleitung.
00:26:09: Ich hab zum Beispiel einen Kurs in Dwarven, der heißt Awake Body.
00:26:11: also mein Programm ist nicht mal awake, also Erwachen Body, das ist ein Kurs über zehn Tage wo wir prima in den Körper gehen.
00:26:20: Also wir lernen die vier grundlegenden Nervensystem Strukturen kennen.
00:26:26: Das kennt man vielleicht mit Fight, Flight Modus und also Fliehen, Erfrieren, Kämpfen oder Ohmächtigwerden.
00:26:33: es gibt so Grundmuster des Nerven Systems wenn es heftig reagiert.
00:26:40: ja da ist viel gefordert.
00:26:42: Es gibt so grundlegend Vier Grundmusta Und die nehmen wir durch und gehen dann tatsächlich über Musik- und Bewegung hinein in diese Muster.
00:26:51: Und lockern sie erst mal, also das erstmalige Spüren... ...und Erspüren im Körper von meinem Geprägtsein, von meiner Geschichte.
00:27:02: Die ist abgebildet im Körper.
00:27:04: Und dafür ein Gespür für zu bekommen und das erste Mal vielleicht zu erleben.
00:27:09: Mensch ich bin dem nicht ausgeliefert sondern über den Atem und Bewegung kann ich das steuern.
00:27:17: Ich kann meine Geschichte auf einmal in Bewegungen erleben im Körper, das ist für die meisten Menschen ein erstes Erlebnis.
00:27:24: Wow!
00:27:25: Ich bin dem nicht ausgeliefert, sondern ich komme erstmal in Kontakt damit.
00:27:30: Das wird zum Beispiel einen erster großer Schritt Bewusstsein bekommen Verständnis und im Körper zu fühlen Gerade über das Fühlen, da geschieht es.
00:27:44: Denn die Energie ist ja gefroren.
00:27:47: Ich vergleiche es gerne mit so einem Gartenschlauch wenn der viele Knick hat dann fließt das Wasser nicht mehr als Kinder.
00:27:54: Da ist der Gartenschlauch noch schön frei.
00:27:57: Da kann man es schön erleben.
00:27:58: Die können weinen und lachen innerhalb von einer Minute dreimal im Wechseln.
00:28:04: Dann geht es ganz schnell und fließend.
00:28:07: Und bei uns wir können Ja, wir können an einem tragischen Erlebnis teilweise Wochen oder Monate oder sogar Jahre knabbern.
00:28:16: Also da merkt man das ist viel schwieriger geworden weil manches eben nicht so schön fließt und in die Fliesen hineinzukommen verstehen und das erste Fließen erleben Das würde ich sagen sind die ersten Phasen
00:28:29: also quasi wirklich wieder mehr im körper anzukommen zu spüren.
00:28:34: dafür muss man ja aber eigentlich auch schon merken dass das so ein Thema ist, weil meine Erfahrung ist dass ich auch viel darüber zu spreche.
00:28:43: Dass es wichtig ist in den Körper mehr zu kommen und so weiter aber dadurch das Fehlen dieser Referenzerfahrung auch fehlt.
00:28:49: Wie ist es denn wirklich mal im körper zu sein wirklich zu spüren?
00:28:53: Und ja auch oft ist einen guten grund gibt Warum wir vielleicht weniger fühlen ist das ja oft gar nicht so leicht.
00:29:00: wie siehst du da drauf?
00:29:03: Ja also was ich auch erlebe dass viele sagen, Mensch ich fühle so wenig.
00:29:12: Regel damit zu tun dass wir viel Schlimmes erlebt haben.
00:29:15: die Taubheit das ist ein großes Thema Das sind ja dann eben abgespaltene Aspekte in unserem Leben wie der Gartenschlauch der hier knickert und dort und dort Und irgendwann tröpfelt es nur noch.
00:29:28: das kann man ganz gut mit taubheit beschreiben Das bestimmte Themen gar nicht mehr so viel Trauer hervorrufen oder Ärger.
00:29:36: Ich erlebe was Schlimmes, aber die Gefühle sind gar nicht so intensiv.
00:29:41: Oder auf der Begleitung können sie nicht gut aktiviert werden.
00:29:49: Da erst mal anzuerkennen das ist bei vielen Menschen so.
00:29:53: Oder Sie sind auch sehr intensiv zu intensiv und können nicht geregelt werden.
00:29:58: Aber dieses bejahende Fühlen, das Annehmen des Nachbeeltern kann man es auch nennen.
00:30:05: Also im Grunde ist es ja etwas was unsere Eltern wenn es gut geht uns gegeben haben.
00:30:11: wie gehen wir um?
00:30:13: Da tut etwas weh.
00:30:16: und wenn die Eltern sagen oh das ist doch nicht so schlimm, ich bring's mal einfach auf diesen Punkt.
00:30:20: Das ist noch nicht so schlimm dein Erleben ist nicht so wichtig.
00:30:24: Das brennt sich sehr tief ein Oder das darfst du nicht.
00:30:27: Also Halsmaul und solche Sätze, die sind für ein kleines Kind gehen sehr tief.
00:30:34: Und dann werden die Themen abgespalten, frieren ein und man verhält sich halt so wie es angemessen ist um dazu zu gehören weil wir nicht ausgeschlossen haben.
00:30:46: Und Gefühle sind wie kleine Kinder wenn wir mit den Gefühlen lernen wie mit einem kleinen kind umzugehen.
00:30:55: Es will erst mal beachtet und gesehen werden, vielleicht auch getröstet.
00:31:00: Und das sind aber die schönen Wege.
00:31:02: Das können wir im Nachhinein machen, das kann man lernen.
00:31:05: Wenn es Gefühl nicht so intensiv ist ja auch ein Nicht-sointensives Gefühl ist sein Gefühl.
00:31:11: Vielleicht ist ganz zart nur da.
00:31:14: Dann wie einen Hund der vielleicht misshandelt worden ist, der kommt auch nicht sofort aus der hohen Nöte raus wenn man einmal einen Knochen hinlegt.
00:31:23: Das braucht seine Zeit, ein scheues Tier oder ein verschrecktes Kind.
00:31:30: Und damit Bilder und beim Herz sich umzugehen und den ganzen Zeit zu geben, das würde ich raten.
00:31:37: Ja da kommt jetzt auch schon so eine ganz liebevolle und einfach so ne offene Haltung bei dir raus, dass du einfach wie so ganz präsent bist und Menschen darin begleitest ihre eigene Geschichte zu erkennen?
00:31:51: Ja, und das war es kostbar.
00:31:53: Also biografisch mal so auf die Spuren zu gehen.
00:31:57: Spuren suchen.
00:31:58: Was ist da geschehen?
00:31:59: Und dann können wir Gold finden in der Regel.
00:32:02: Auch dass ich Pastor geworden bin hat bestimmt einen großen Anteil mit dieser Heimatlosigkeit zu tun.
00:32:08: Dass ich Heimat- und Erlösung bringen wollte.
00:32:12: Das hat aber eben im unerlösten Zustand bei mir selbst auch zu manchen Schmerzen andere Menschen gebracht.
00:32:18: Ich gebe immer das weiter, was bei mir ist.
00:32:23: Aber auch das anzuschauen – ja!
00:32:25: Das ist ein Teil meiner Geschichte.
00:32:27: Ich war ja selber verbunden und habe Verbundungen damit auch weitergegeben, auch wenn ich das nicht wollte.
00:32:34: Und da gütig mit mir selbst umgehen zu können, so war das.
00:32:39: Das muss aber nicht so bleiben, wenn ich mir selber gnädig Begegner mit milder und Verständnis.
00:32:47: Und das hat was ganz viel mit Fühlen zu tun, ich fühle den Schmerz.
00:32:52: Den kleinen Jahr damals so verloren waren.
00:32:55: Das bringt ganz viel in der Bewegung, das ist meine Erfahrung.
00:32:59: Ja, ja es ist meine Erfahrungen auch.
00:33:01: und mein du sagst jetzt so schön, du hattest im Prinzip dieses Gefühl als Kind Heimat los zu sein.
00:33:07: dann hatteste irgendwie im Prinzip richtig verstehe diese Überlebensstrategie als Fahrer.
00:33:14: Ich möchte mir selber und auch anderen Menschen nach Heimat
00:33:16: schaffen.".
00:33:19: dann irgendwann bist du aber auch da rausgegangen, das stelle ich mir gar nicht so leicht vor.
00:33:25: Du hast es ja eben schon gesagt dass es drei Jahre gedauert hat wo du jeden tag saßest und jeden Tag meditiert hast.
00:33:32: Aber trotzdem wie hast du das geschafft wirklich diesen Schritt zu gehen?
00:33:37: Weil ich kenne viele Menschen die eigentlich auch merken dass das Leben was sie sich aufgebaut haben vielleicht eigentlich nicht mehr trägt.
00:33:46: Und wie hast du das geschafft da auch wirklich konsequent diesen Schritt zu gehen?
00:33:50: Das ist ja auch verdammt mutig.
00:33:52: Ja, ich vermute dass das was mit meinem Freiheitsdrang zu tun hat also... Ich glaube, da kommt mir zur Hilfe, dass ich nicht so stark sicherheitsorientiert bin.
00:34:04: Also ich gehe schon immer ins Risiko, das ist mein Lebenskonzept ... ins Abenteuer, ich bin ein Freiheitsmensch und so ein Credo bei mir ist.
00:34:15: Das hört sich ein bisschen kompliziert an aber... ... ist ein sehr wertvolles Leitmotiv bei mir.
00:34:22: Bist du bereit?
00:34:23: Ich nenne diesen Satz mal ja!
00:34:25: Bist Du bereit alles zu fühlen was es zu fühlend gibt während du so lebst wie du leben möchtest?
00:34:36: Das ist ein ganz wertvoller Satz für mich, so einen Art Kompass.
00:34:41: Also letztendlich, wenn wir uns fragen wie will ich denn leben?
00:34:44: Da kommen Menschen schon hin.
00:34:47: Wenn man sie begleitet auch eigentlich würde ich immer schon mal gerne das und dass warme.
00:34:53: Und dann frage ja Wie ist es mit dem eigentlich?
00:34:56: Ja nee Ich will es schon.
00:34:58: und dann was uns oft hindert ist Dass wir nicht bereit sind bestimmte Gefühle die dann auftauchen wenn wir diesen Weg gehen zu fühlen Sicherheit oder Ratlosigkeit, Ohnmacht.
00:35:13: Das sind ganz unabenehme Gefühle und da merke ich auch selber bin ich wirklich bereit diese Gefühlen zu fügeln während so lebe oder die Entscheidungen umsetze die für mich wesentlich sind.
00:35:28: das für mich ein sehr schöner Kompass und der hat mir sehr geholfen.
00:35:33: Ich war sehr klar Ich will diesen Weg nicht mehr weitergehen.
00:35:38: Und dann bin ich diesen Schritt gegangen, habe die Tauer abgeschnitten und die Brücken abgeworfen und dann los ins Abenteuer und musste aber auch den Preis bezahlen.
00:35:49: Es waren knapp drei Jahre durch so eine Art Dunkelheit zu
00:35:53: gehen.".
00:35:56: wo du am Ende dir erlaubt hast diese ganzen Gefühle, die da hochkommen.
00:35:59: Weil da kommt ja auch so Angst zu scheitern, Angst die falsche Entscheidungen zu treffen oder das andere ein irgendwie blöd finden dass man das jetzt macht und jetzt arbeitslos zu sein usw.
00:36:09: Da kommt ja wahnsinnig viel hoch!
00:36:12: Ja absolut!
00:36:14: Und das muss natürlich jeder für sich entscheiden.
00:36:17: wie stark ist mein Sicherungsbedürfnis?
00:36:19: Nein nicht jeder ist ja so ein Türen.
00:36:22: aber ich würde jedem Menschen ermutigen denen Man sagt, das ist ja so schön poetisch den Weg des Herzens.
00:36:28: Also die Hoffnung der Lebendigkeit ist vielleicht ein schöneres Wort auch dem Weg der Lebende zu gehen.
00:36:35: also für mich sind gibt es keine negativen Gefühle auch Ohnmacht Trauergefühlung bei Botschafter und dass ich dann so viel Ohnmarkt erlebt habe oder trauer weniger.
00:36:48: aber so diese dunkle... Es war auch Angstsorge mit letztendlich lebendiger gemacht, denn wir können ja nicht Glück und Extase erleben ohne Angst.
00:37:01: Und die dunklen Gefühle, die hängen ja untrennbar miteinander zusammen also ein gefühls Netz was wir intensiver erleben können insgesamt oder auch weniger dumpf Ja das ist für mich so ein Weg von Lebendigkeit.
00:37:22: Und hattest du in den drei Jahren irgendwann so einen Schlüsselmoment oder war das eher ein schleichender Prozess, dass du einfach dran geblieben bist und dann irgendwann das Gefühl hattet, du hast dich durch das Drannenbleiben rausgearbeitet aus dieser Dunkelheit?
00:37:38: Der Schlüssel-Moment war der Moment als die Tür aufging.
00:37:41: Und ein Mann kam rein und sagte, je hasst ein Kaffee und eine Million Euro.
00:37:47: Nein!
00:37:49: Das wäre Schrauben gewesen... Wann gibt es so einen Schlüsselmoment, wann geht die Tür auf und erlöst mich irgendetwas?
00:37:57: Da gab's sicherlich so Momente wie dieses Dunkelseminar oder Tronstenseminare.
00:38:04: Also ich hatte sicherlich einige Schlüsselmomente wo sich was verdichtet hat.
00:38:09: Ich würde aber sagen dass eher der gesamte Weg das dranbleiben, das tägliche Aufstehen Der nächste Tag, ich bleibe dran am Kompass.
00:38:22: Ich bin bereit zu fühlen was es zu füllen gibt.
00:38:25: Ich Bin bereit das zu leben was ich Leben möchte.
00:38:28: dieser konsequente Weg Das war wirklich das hat alle Lebenskraft gekostet und ich vermute dass das ja die Summe der Tage waren.
00:38:43: Denn irgendwann, das ist ja das Schöne.
00:38:44: Ich lebe ja noch.
00:38:45: Also ich habe es alles überlegt, das jetzt zehn Jahre her.
00:38:48: Irgendwann öffnet sich eine Tür und da noch eine und hier ein Fenster und da kommt ein Mensch und dann eine Entscheidung.
00:38:56: Also wie so ein Passelstück.
00:38:58: also ich passele nicht gerne, ich hab früher irgendwann mal einen Passeln gemacht, ich weiß, wie das geht, dass man von den Händen beginnt und irgendwann zeigt sich das gesamte Bild.
00:39:07: Aber das ist ja nicht so, dass es einen Klack macht oder auf einmal ein Stoßen.
00:39:11: Sondern Passelstück für Passel-Stück und irgendwann wird das Bild immer klarer – so stelle ich mir das vor.
00:39:17: So dieses Bild fällt mir jetzt ein.
00:39:20: Das passt ganz gut.
00:39:21: Irgendwann wurde das Bild auch immer klarerer und ich kam dann ins neue Fließen.
00:39:29: Und das ist dann auch wirklich einfach entstanden?
00:39:32: Oder waren das auch Schritt für Schritt ... Was dann Neues war, weil beim Pfarrer sein oder Pastor sein warst du der recht klar und auch Goldschmied.
00:39:42: Aber was dann kam?
00:39:44: War das dann auch irgendwann klar oder war es auch eher so ein Weg?
00:39:48: Ja da gab's kleine Momente.
00:39:50: ich habe dann irgendwann gemerkt Menschen meine Stimme berührt Menschen.
00:39:53: Also ich hab eine Minute mal aufgenommen und noch eine und dann habe ich viele positive Rückmeldungen bekommen und dann hab' ich damals morgen goldsch begonnen.
00:40:01: Das war also zum sechzehn glaube ich und hat das auf YouTube gestellt, so kleine Morgengold-Meditation von vier Minuten.
00:40:11: Und da viele positive Rückmeldungen kommen, oh, das berührt mich!
00:40:14: So beginne ich jetzt den Tag und so... Das war für mich dann so mit der Stimme und auch meiner spirituellen Ausrichtung, die jetzt so eine geerdete Spiritualität darstellt für viele.
00:40:27: Das hat gut gepasst.
00:40:28: Das waren wie so eine chemische Reaktion auf einmal.
00:40:31: So ah, das kann nicht Das macht Sinn und ich kriege gute Rückmeldung.
00:40:37: Und so habe ich dann eine, wie lange habe ich das gemacht?
00:40:39: Eineinhalb Jahre und jeden Tag so eine Mediation reingestellt und somit auch ne ersten Reichweite nennt man das ja heute.
00:40:47: So ein Follower-Schafft aufgebaut.
00:40:50: Das war so einen Grundstock für Gedankengold.
00:40:53: Das ist dann so ein Klub, den ich dann aufgebaut hab wo man jeden Tag eine Meditation bekommen hat Und so hat sich das dann so aufgebaut.
00:41:01: Also von daher, ja es gab dann so kleine Momente wie einen Faden in die Nadel ein für den das Nadelöhr.
00:41:10: So sagt ah jetzt läuft's und dann konnte ich mit diesem Nähenadel weiter nähen.
00:41:16: Du hast gerade schon gesagt dass du auch eine geerdete Spiritualität hast.
00:41:21: welche Rolle hat in der Zeit deine Spiritualität gefühlt?
00:41:25: habe.
00:41:25: Ich kann mir vorstellen, dass sie dich schon auch oder dir geholfen hat dadurch zu gehen?
00:41:30: Ja ja also das hatte ich glaube ich ganz am Anfang gesagt, dass das christliche Erbe für mich bis heute auch ein ganz starker Wurzel ist und ich finde das Christentum in der Hinsicht sehr hilfreich weil es ja das Thema Inkarnation das heißt ja Fleischwerdung Schlimmes Wort eigentlich, aber eigentlich ein tolles Wort weil es heißt ja dass der Geist Materie geworden ist.
00:41:55: Das Göttliche kam in die Materie hat sich also begrenzt.
00:42:02: Also das ist eigentlich eine Wahnsinnsüberlegung und Vorstellung, dass Geist-Materie wird.
00:42:09: Also Gott wurde zu Weihnachten feiern bei uns.
00:42:13: Und das ist für mich weiterhin so meine Grundlage dass ich weiß Gott lebt in mir, das Göttliche ist in mir.
00:42:21: Aber nicht im Sinne von der Kosmos ist es in mir sondern tatsächlich als ein liebendes Gegenüber.
00:42:29: Also Gott ist für mich ein liebenes Gegenüber und zugleich eins mit mir.
00:42:35: Da kommen die Christen östiger her, die Einswertung mit Gott.
00:42:40: Und das heißt nichts anderes als dass sich Gott im Körper erlebe.
00:42:44: also Ritualität hat für mich jetzt nichts damit zu tun, aus dem Körper heraus eine Transcendenz immer weiter geist werden.
00:42:54: Das ist für mich nicht der Weg, sondern im Gegenteil immer mehr Körper zu werden.
00:43:00: Dass der Geist so verkörpert wird dass ich immer lebendiger werde weil Geist ein Leben ist und wenn mein Körper vom Geist durchdrungen belebt ist Und diese Momente, die kenne ich manchmal so in Form fast von Extase oder Glückseligkeit.
00:43:21: Erleuchtung kann man auch sagen.
00:43:24: Das würde ich sagen ist wenn Geist und Materie so richtig schön ineinander greift.
00:43:31: Im Alltag ist das für mich natürlich dann... Ich bin nicht ständig in Extase aber freue mich darüber dass mein Körper immer lebendiger wird und das ist für mich Spiritualität.
00:43:43: Ja, das ist super spannend.
00:43:45: So habe ich es tatsächlich noch nie gehört aber ich würde es tatsächlich glaube ich selber auch sehr ähnlich sehen weil ich und das wäre auch nochmal spannend von dir zu hören, weil ich mich auch zuletzt viel damit beschäftigt hab dass gerade die Spiritualität auch am Ende wieder eine Überlebenstrategie sein kann wenn wir uns da reinflüchten.
00:44:04: aber wenn wir sie wirklich in den Körper holen dann habe ich auch das Gefühl dann ist sie einfach in uns
00:44:12: so Ja.
00:44:14: Das hat mir auch sehr geholfen, die dunklen Seiten nicht nur zu akzeptieren sondern im besten Falle lieben zu lernen weil alles will ja verkörpert werden.
00:44:25: also wenn jetzt Trauer da ist dann ist Trauer dar und das ein Thema ein wichtiges Thema.
00:44:32: Trauer will durchlebt werden Also auch die ja dunklen Gefühle oder anstrengenden Gefühles als von Gott belebt.
00:44:43: Also, Gott will sich durch mich erleben.
00:44:49: Das ist für uns ein großes Thema also dass Gott sich durchmich erfährt und wenn ich das bewusst mache dann bekommt alles was ich erlebe einen viel größeren Kontext.
00:45:01: dann ist es nicht mehr Oh!
00:45:03: Ich bin jetzt grad mal traurig wie doof ne?
00:45:06: Ja ich möchte gerne fröhlich sein sondern nee oh der Kosmos sag ich immer oder das Göttliche oder Gott, erlebt jetzt gerade Trauer.
00:45:16: So in diese Richtung geht das für mich und dann bin ich auch in diesen Zeiten von Obenmacht, Trauer, Angstwut nicht alleine oder verloren sondern aufgehoben in dem großen
00:45:28: Ganzen.".
00:45:29: Ja ja es ist super spannend weil du da einfach wahnsinnig viele Themen abdeckst.
00:45:34: einerseits von Ich habe vielleicht in meiner Kindheit gewisse Dinge erlebt die mich heute noch beeinträchtigen diesen Gartenschlauch, der verknickt ist und eingefroren ist usw.
00:45:45: und so fort bis hin dann zu.
00:45:46: okay.
00:45:47: aber wenn ich diesen Garten schlauch immer mehr entknicke und wieder auch ein Akzeptiere am Ende ist der Gartenschlauch ja vielleicht auch nur wie Gott sich erleben will.
00:45:57: also trotzdem kann ich es irgendwie transformieren und verändern.
00:46:04: Ja das ist ja ein guter, wichtiger Gedanke.
00:46:08: Trauma, das wissen wir, entsteht nicht primär durch das Ereignis als solches.
00:46:14: Das ist auch natürlich sehr tragend.
00:46:19: aber dass wir in diesem Moment nicht gehalten worden sind.
00:46:22: Es ist ein großer Unterschied ob ich etwas Schlimmes erlebe und dann ein Mensch da ist der mich hält und bei mir ist oder darin alleine bin, also dieses Abgetrenntsein.
00:46:34: Das ist das Entscheidende, dass es die Energie, die es zum Trauma macht zur Markierung im Nervensystem und deshalb diese Verbundenheit ist für mich so wichtig geworden.
00:46:46: Also eben, dass ich mit dem göttlichen, mit Gott immer verbunden bin
00:46:53: auch
00:46:53: in den tiefsten Tiefen... was mir immer kostbarer wird.
00:46:59: Ich bin nie allein, ich bin immer verbunden selbst wenn ich in der größten Ohnmacht bin und das ist klar etwas was man darüber nachdenken kann und schöne Bücher überlesen kann aber dass zu erleben im Körper darum geht es muss immer verkörpert werden wenn es erlösst wenn es befreit werden will wenn sie wieder lebendig werden will.
00:47:20: und diese Erkenntnis zu verkörperndes ist für mich ja das ist für
00:47:27: Jetzt ist ja.
00:47:27: aber die Welt heutzutage auch noch ein bisschen ganz anders, mit höher schneller weiter und eigentlich sind wir viel kopfwehnig Körper.
00:47:35: Was ist so deine Vision?
00:47:37: Deine Sehnsucht vielleicht auch für diese Welt?
00:47:39: weil ich finde es irgendwie toll wo du heute stehst wie du das alles miteinander integrierst und gleichzeitig glaube ich einfach dass die welt des total braucht und dass sich die Welt dann auch total verändern würde.
00:47:54: Ich kann mir gut vorstellen, dass du da auch einen Sehnsucht für die Welt hast, das wir uns als Menschheit vielleicht weiterentwickeln.
00:48:00: Gibt es da irgendwas?
00:48:04: Ja, da gibt es sicherlich sehr viel... Und ich bin froh, dass es so viele Menschen gibt, die an unterschiedlichen Ebenen da wirken.
00:48:12: Also eine riesige Menschheitsfamilie und wie du schon sagst ist es so komplex geworden.
00:48:18: Wir sind in der Epoche, wo sicherlich die Spannungen zunehmen und das hat alles auch sicherlich seinen Grund was wir auch vermutlich erst später wirklich erkennen können warum das jetzt so ist als eine Geburtsphase vielleicht.
00:48:32: Ein Entwicklungs-Epoch für auch ne nächste Stufe in der Menschheit.
00:48:36: aber mein dazu Thulen wird sicherlich sein was ich jetzt schon so sagte, als Quintessenz diese Verbundenheit sieht.
00:48:47: Die Verbundheit beginnt in mir, in meinem Körper und meinem Geist wie ich so versuche das jetzt mal so zu skizzieren.
00:48:54: und dann je verbunder ich in mir bin desto natürlicher kann ich auch in die Verbindung mit anderen Menschen gehen.
00:49:03: Ich glaube dass viele Spannungen und die Polarisierung zurzeit laufen eben durch Unverbundenheit geschieht.
00:49:11: Je unverbundener ich in mir bin, je mehr Anteile in mir noch abgespalten sind.
00:49:17: Das wissen wir aus der Schattenarbeit.
00:49:19: Desto stärker wird der Anteil von Projektionen.
00:49:22: Ich will das Böse und das Dunkel im Anderen finden.
00:49:26: Und das brennt Streit- und Krieg mit sich.
00:49:30: Ein zweites Thema ist eben die Taupheit.
00:49:34: die Anteile, die uns eben nicht integriert sind.
00:49:37: Die wir nicht fühlen können... Das ist ja Taubheit!
00:49:40: Ich bin dann auf einem bestimmten Bereich taubig.
00:49:42: Kann nicht mehr fühlen und wo Taubkeit ist da ist der Krieg nicht mehr weit.
00:49:48: denn dann ist es für mich ein leichtes dem anderen Schaden zuzufügen Denn ich fühle mich selbst in diesem Bereich nicht Und ich fühl das geht des Anderen auch nicht.
00:49:59: Und das ist dann so eine Ketten, so eine ungute Kettenreaktion.
00:50:03: Und dabei zu tragen dass wir ins Fühlen kommen im eigenen Körper Das Thema Verbundenheit auch das Thema Stereo-Qualität So wie ich es jetzt versucht habe in kürze Zu zeigen Das sind für mich ganz wesentliche Themen.
00:50:17: Ich glaube wenn Im Bundestag oder in der UNO oder sonst Wenn da Schattenarbeit gemacht würde Oder Nervensystem Regulierung Dann kämen wir vorwärts glaube ich
00:50:29: Ja, davon rede ich hier im Podcast auch immer sehr viel.
00:50:32: Weil das ist ja tatsächlich meine Vision, dass wir alle mit mehr Kontakt und Verbundenheit durchs Leben gehen.
00:50:40: Wer jetzt neugierig geworden ist, mit dir auch da vielleicht zu arbeiten... Wo kann man dich finden?
00:50:47: Also du hast ja ein YouTube-Kanal, du hast einen Podcast oder hast einen Newsletter.
00:50:52: Was würdest du empfehlen?
00:50:54: Wo kann Man dich finden?
00:50:55: wie kann man vielleicht den Einstieg in Deine Welt finden?
00:50:59: Man findet mich auf dem Laurenziberg.
00:51:02: Drei mal klingeln.
00:51:05: Sehr schön!
00:51:07: Ich lebe hier tatsächlich auch einen ganz kleinen Dorf und hundert Einwohnern, aber im Netz einfach meinen Namen eingeben, der ist ja nicht... Den gibt es tatsächlich auch nur einmal Jan von Wille und dann findet man meine Website auf YouTube.
00:51:20: Im YouTube-Kanal findet man mich also die Gainforen.
00:51:25: Super ich verlinkt das auch In den Show.
00:51:28: nutzen ist es noch etwas leichter zu finden.
00:51:31: Zum Abschluss, Jan, gibt's noch irgendwas was du den Zuhörern gerne mitgeben möchtest?
00:51:36: Was dir wichtig ist zum Abschluss vielleicht noch zu sagen?
00:51:43: Mut auch die anstrengenden Gefühle zuzulassen denn da... spielt die Musik und ich wiederhole einfach mal einen Satz, der ist so komplex.
00:51:54: Aber da steckt unheimlich viel drin.
00:51:56: Gleich könnte das einem kommen was auch für andere Menschen werden.
00:52:00: Bist du bereit alles zu fühlen?
00:52:03: Was es zu fühlend gibt, während du so lebst wie du leben möchtest.
00:52:11: Ja!
00:52:11: Ich finde den Satz auch wirklich richtig schön.
00:52:15: Damit hast du mich auch inspiriert, weil wir wünschen uns oft, lebendig zu sein.
00:52:20: Aber alleine Lebendigkeit zu fühlen ist ja oft schon gefährlich und oft mit irgendwelchen Programmen belegt so sei nicht zu laut usw.
00:52:30: Und was wir von den Eltern gehört haben.
00:52:32: Da fängt es im Prinzip schon an.
00:52:35: Das finde ich echt richtig spannenden Satz!
00:52:38: Also damit hast du mir sehr inspiriert.
00:52:41: Schönes Worten
00:52:43: Ja, vielen lieben Dank dir Jan!
00:52:45: Schön dass du da warst und ja auch mit deinem Präsenz.
00:52:50: Also ich finde wirklich auch das du eine schöne Stimme hast und auch mit deiner Präsent diesen Podcast bereichert hast.
00:52:55: Vielen Dank!
00:52:56: Ja gerne Theresa alles Gute dir auch.
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