054 | Gefühle müssen nicht weg: Anna Fienbork über Selbstannahme mit EFT

Shownotes

In dieser Interviewfolge spreche ich mit Anna Fienbork über EFT und eine Frage, die weit über die Klopftechnik hinausgeht: Was verändert sich, wenn wir unsere Gefühle nicht wegmachen wollen, sondern ihnen erst einmal Raum geben?

Anna erzählt, wie EFT sie trotz anfänglicher Skepsis überzeugt hat und warum die Haltung, mit der wir eine Methode anwenden, einen entscheidenden Unterschied macht.

Du erfährst in dieser Folge:

  • Was EFT ist und wie das Klopfen das Nervensystem begleiten kann
  • Warum es beim Klopfen nicht darum geht, unangenehme Gefühle loszuwerden
  • Wie du EFT als Werkzeug für mehr Selbstannahme in deinen Alltag integrieren kannst
  • Warum ein regulierteres Nervensystem mehr Raum für Lebendigkeit und friedlichere Beziehungen schaffen kann

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Highlight-Zitat von Anna:

„Eins der Grundprinzipien, mit denen EFT arbeitet, ist, dass du erst mal dem Raum gibst, was im Moment gerade ist.“

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Mehr über Anna Fienbork:

Website: https://www.annafienbork.de

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Wenn du Feedback zur Folge hast oder Fragen oder Themenwünsche einbringen magst: Schreib mir gerne an info@theresa-ackermann.de.

Ich freue mich, von dir zu hören!

Transkript anzeigen

00:00:04: Hey, schön dass du da bist.

00:00:05: Du hörst Ruhepool – der Podcast für Menschlichkeit im Business!

00:00:10: Vielleicht

00:00:11: kennst du das.

00:00:11: in einem Seminar oder Retreat hast du erlebt wie es ist wenn Masken

00:00:15: fallen

00:00:15: und echte Verbindungen entsteht?

00:00:17: Und du wünsch dir, dass es im Alltag genau so bleibt.

00:00:21: Doch zurück im Job oder an deiner Selbstständigkeit holt dich schnell der alte Modus von Funktionieren und Anpassen wieder ein.

00:00:28: Hier erfährst du wie du Menschlichkeit mitten im echten Leben lebst.

00:00:32: Ich bin Theresa Ackermann, dein Host.

00:00:34: Für weniger müssen und mehr Mensch sein!

00:01:09: sehr viele Gemeinsamkeiten haben und beide viel mit dem Nervensystem beschäftigen.

00:01:15: Und gleichzeitig hast du einfach auch viel Wissen, wo ich mich vielleicht bislang wenig mitbeschäftigt habe!

00:01:21: Wir haben vorher gesagt, dass wir uns vor allem über das Thema EFT, also Emotional Freedom Technik austauschen.

00:01:30: Ich freue mich sehr, dass du da bist was EFT ist und wozu man das nutzen kann.

00:01:38: Herzlich willkommen Anna!

00:01:40: Wunderbar, danke dass ich da sein darf und es ist wirklich ganz besonders die jetzt gegenüber zu sitzen weil es schön ist dieses Gespräch und es noch ein bisschen ungewohnt weil meistens habe ich Gespräche online ja und es auch wenn wir schon vom Nervensystem sprechen vielleicht einfach für den Eingang.

00:02:00: neue Situationen kreieren oft eine kleine innere Unsicherheit Und es ist nichts Schlimmes.

00:02:08: Aber wenn ich das weiß, dass Neuigkeiten auch wenn's Gute sind – weil das ja eine super schöne Situation dir echt gegenüber zu sitzen – vielleicht trotzdem was Ungewohntes sind und dann mein Nervensystem ein bisschen aktivieren?

00:02:22: Wenn ich das weiss, kann ich mich drum kümmern!

00:02:25: Ja, ich merke auch, dass meins noch ein bisschen aktiviert ist.

00:02:28: Du hast jetzt gerade ja gesagt wir können uns noch verbinden und ich fand den Impuls voll schön.

00:02:34: Und so merke ich auch jetzt, dass wir uns beide gegenseitig korrigulieren schon wieder ein bisschen.

00:02:40: Was auch für schön ist,

00:02:42: wenn

00:02:42: beide bewusst da sind.

00:02:44: Genau!

00:02:45: Ja... Jetzt

00:02:47: EFT ne?

00:02:50: Ich glaube, lass uns erstmal langsam einschalten.

00:02:53: Ich würde erst mal gerne das ist so was ich eigentlich mit all meinen Interviewpartnern gerne mit starte um einfach auch dich noch mal persönlich ein bisschen kennenzulernen.

00:03:04: Was ist so das für dich, wenn du selber eine SOS-Situation hast wo du sagst im Alltag, boah jetzt gerade merke ich dass mein Stresslevel steigt?

00:03:15: Was was du für dich im Alltag machst, was dir hilft also grade als SOS Tool was es so das was du machst.

00:03:23: Also zum einen habe Den Ringfinger halten.

00:03:27: Ich schilder das jetzt mal so, dass du es vielleicht beim Zuhören dir auch vorstellen kannst.

00:03:32: Wenn du eine Hand egal welche vor dir hoch hältst und den Ringfänger nach vorne klappst dann die andere handnimmst und dem Ringfiger umschließt Und dann die Hände sowieso wie sie sind einfach ganz gemütlich aufm Bauch legst.

00:03:47: Dieses ringfingerhalten was mache ich beim zahnarzt?

00:03:51: Das mache ich manchmal wenn ich im gespräch bin und merke ich werde gestresst.

00:03:55: Und was das tut, ist dass durch den Ringfinger der sogenannte Dreifach-Erwärmer meridian läuft.

00:04:03: Der ist ein bisschen ähnlich wie unser Sympathikus, der will uns beschützen und kriegt Stress wenn etwas neu ist.

00:04:09: Wenn man ihn hält nimmt man sich an die Hand und sagt hey ich krieg mit da ist gerade Stress aber da ist kein Sebelzahntieger der um die

00:04:18: Ecke ist.

00:04:20: Das ist eine Übung die ich wirklich liebe ganz viele Menschen mit denen ich arbeite auch.

00:04:27: Es gibt eine zweite Übung, die ich jetzt erst vor Kurzem gelernt habe.

00:04:30: Die aber auch schon zu meinen Lieblingsdingen gehört und zwar hab' ich das von der Dr.

00:04:35: Amy Epidion gelernt, die auch von der Traumerrichtung kommt, aber eben auch wirklich über die Auswirkungen auf Nervensysteme, aber auch die Biologie unseres Körpers also Neurotransmitter, Nährstoffe

00:04:49: etc.,

00:04:50: Und sie hat ne ganz schöne Übung und zwar sich einfach ein Kissen ein Pullover, einen Handtuch oder ein Buch wenn man nichts anderes zu hand hat auf dem Bauch zu legen und einfach mit den Armen sanft festzuhalten.

00:05:07: Einfach zu spüren wie das ist!

00:05:09: Und für mich ist es so dass ich da ganz schnell automatisch einmal tief ein- und ausatme beobachte auch bei ganz vielen Menschen denen ich das zeige Weil unser Bauch ja auch ähnlich wie bei Tieren, auch was Verletzliches hat.

00:05:31: Unser Herz hat immerhin die Rippen und das Brustbein drum rum.

00:05:34: Unso Bauch ist verletzlicher!

00:05:38: Und da etwas drauf zu legen gibt uns so ein Gefühl von geschützt sein.

00:05:43: Dann kann unser Nervensystem sagen okay... und das Dritte ist natürlich tatsächlich auch das Klopfen was ich auch in akut Situationen oder vor Situationen, wo ich weiß die werden stressig für mich nutze.

00:05:59: Also das sind so drei meiner Lieblings-Dinge.

00:06:02: Ah super und ich meine das klopfen da reden wir dann später noch aber voll schön.

00:06:06: also das sind vor allem auch Sachen, die ich selber noch nicht so kannte.

00:06:10: Ich habe eine englische Übung aus dem von den SOS Übungen von der Kati Bonet auch zur Regulation helfen, aber finde ich immer wieder spannend und das gibt so viele Sachen.

00:06:23: Und für diejenigen, die jetzt zuhören, probiert es einfach aus!

00:06:27: Das find' ich immer wichtig.

00:06:28: und wenn man merkt ist, unterstützt einen dann nimmt man's auf ins Portfolio.

00:06:33: und wenn wir aber irgendwie merkten, die Übung sagt mir nicht zu, dann lässt man sie einfach wieder los weil einfach jedes Nervensystem komplett anders ist.

00:06:42: Super, das waren jetzt die SOS Sachen wo ich auch immer neugierig bin.

00:06:45: Was machst du so täglich für deinen Nervensystem?

00:06:48: Weil das ist mir ja auch immer wichtig im Podcast redig viel darüber dass es ja nicht darum geht wenn wir außerhalb unseres Toleranz-Fans das sind und dann wieder reinzuholen.

00:06:56: Das ist einerseits schön aber eigentlich geht's ja auch darum im Alltag zu gucken wie kann ich schon nervensystemfreundliche sein In deinem Alltag wichtig, dass du gut in Kontakt und gute Verbindung mit dir bist.

00:07:10: Was machst du da?

00:07:11: Gibt's da irgendwas ... was du erzählen

00:07:14: kannst?".

00:07:15: Also auf eine gewisse Weise ist so immer mal wieder bei mir einchecken, spüre ich mich eigentlich

00:07:23: gerade

00:07:25: oder bin ich gefühlt vorgelehnt oder lehne ich mich in mir selbst zurück.

00:07:34: Und das ist etwas, was Vor allem, also jetzt gerade habe ich das vor einer Minute gemacht.

00:07:40: Um

00:07:40: zu gucken

00:07:41: bin ich bei mir oder wo bin ich?

00:07:45: Das mache ich natürlich auch in meiner Arbeit mit Menschen

00:07:48: weil ich

00:07:48: kann Menschen nur dann begleiten wenn ich in mir präsent bin.

00:07:51: Wenn ich zu doll bei denen bin oder irgendwie... Dann bin ich nicht da!

00:07:56: Ja so

00:07:57: Das ist aber auch vielleicht, wenn ich irgendwie auf eine Party gehe.

00:08:00: Dass sich das einfach so ein bisschen hinspüre und dass es inzwischen bei mir da muss Ich gar nicht mehr groß drüber nachdenken weil das ist für mich was geworden Was so ein bischen wie's atmen immer mal wieder dazu kommt.

00:08:14: Was ich schon schaue ist dass ich morgens wenn ich aufstehe Habe ich so ein paar körperenergetische übungen die ich mache.

00:08:22: Im moment gerade mache ich morgens auch immer eine kleine meditation.

00:08:28: Das ist aber so, dass ich das nicht dogmatisch durchziehe.

00:08:32: Es ist nicht ein ganzes Jahr lang jeden Morgen so und so vier Minuten genau das und das mache.

00:08:38: Also da laufe ich mir auch so ein bisschen im Fluss zu sein.

00:08:42: Und es gibt dann manchmal Phasen wo ich's vielleicht mal ein zwei Wochen gar nicht mache.

00:08:45: Ja.

00:08:46: Dann kommt's aber wieder.

00:08:49: Das

00:08:50: ist tatsächlich auch eine Überlegung, dass ich über dieses Thema mal einen Podcast vollgemacht habe.

00:08:56: Weil ich das auch immer sehr schwierig finde so eine Standardroutine immer gleich zu haben.

00:09:01: Aber da ist mein Nervensystem immer völlig überfordert mit, weil es dann viel zu sehr im Perfektionsismus landet.

00:09:09: Ja oder wenn man... Also ich glaube schon, dass es gut ist kleine Dinge täglich zu machen aber es kann auch sein sich bevor man isst kurz Zeit zu nehmen, einmal bewusst ein- und auszuatmen.

00:09:23: Ja genau.

00:09:25: Genau.

00:09:26: Und halt auch zu schauen das mache ich viel weiß es dass was mir jetzt gerade gut tun würde.

00:09:31: Manchmal ist es Joggen gehen manchmal ist es John Linken manchmal ist das vielleicht eine Körperübung machen oder tanzen oder Musik hören oder was auch immer.

00:09:41: aber das ist nicht fix ist was ich mache sondern eher dass ich einen Repertoire habe Und je nachdem wo ich gerade Lust habe, wo meine Energie hingeht das dann auch zu machen.

00:09:52: So mache sich.

00:09:54: Ja voll schön!

00:09:57: Du hast jetzt ja schon gesagt, dass es dir besonders wichtig ist gut im Kontakt mit dir zu sein.

00:10:02: Immer wieder zu schauen bin ich Zuhause und wenn ich jetzt mal auf deiner Webseite schaue dann ist das Thema auch sehr präsent so dieses Thema verbunden sein Im Kontakt mit sich sein Zu Hause zu sein.

00:10:13: Und es geht ja mit mir auch sehr in Resonanz weil da stehe Ich auch sehr stark weil ich einfach glaube dass dieser Kontakt zu uns selbst eigentlich der Schlüssel zu allem ist.

00:10:24: Und da bin ich jetzt aber erstmal neugierig.

00:10:25: und tatsächlich, obwohl wir uns ein bisschen kennen, kann ich die Antwort jetzt auch noch gar nicht.

00:10:29: Ich bin ganz neugrierig.

00:10:31: Wie bist du darauf gekommen eigentlich?

00:10:33: Also was war so dieser... gab es irgendeinen Schlüsselerlebnis?

00:10:36: oder ist das so schleichend gekommen dass du gemerkt hast irgendwie möchte ich mich mit diesen Themen beschäftigen?

00:10:45: Naja also es geht bei mir tatsächlich ganz zurück zu meiner Geburt weil ich direkt nach meiner Geburt zur Adoption freigegeben wurde.

00:10:58: So,

00:10:58: das heißt da war einfach ein Ereignis was wie wir heute wissen auch wirklich einfach einen Bindungstrauma auslöst und ich habe dann

00:11:09: so

00:11:09: sozusagen in meiner Endteenszeit und der frühen zwanziger Zeit schon bisschen angefangen so ein bisschen emotional spirituell zu arbeiten.

00:11:20: bis dahin habe ich aber sonst einfach sehr gut über meine Leistungskompensation dass alles so ein bisschen im Griff gehabt.

00:11:28: Ich weiß eigentlich auch wieder durch meine Tagebucheinträge, das ich schon als Teenager teilweise echt umglücklich war ... Aber meine Strategien waren... Ich bin der Sonnenschein!

00:11:38: Ich bin die Diplomatische!

00:11:41: Ich sorg für Ausgleich und ich verdiene mir meinen Wert in meinem Platz in der Welt einfach durch richtig gute Leistung.

00:11:48: Das waren meine Muster Und die haben halt eine Weile auch ganz gut funktioniert, auch in meinen zwanzigern noch.

00:11:54: Obwohl ich da echt ... Da ging es mir schon nicht mehr wirklich gut.

00:12:00: Was heißt das genau?

00:12:01: Da ging's dir nicht richtig

00:12:02: gut.

00:12:02: Also ich

00:12:03: war einfach

00:12:04: emotional, würde ich sagen.

00:12:06: Ich war wirklich... Ich hätte damals nicht so benannt aber jetzt kann ich spüren wie unglücklich ich war.

00:12:12: also ich hatte vorher Auch irgendwie so in meinen Beziehungen, die waren dann auch teilweise ein bisschen länger.

00:12:17: Und dann fing das aber an, dass dann irgendwie Beziehung nur noch ganz kurz war und ich schon dachte vielleicht gibt es Niebe gar nicht und naja, vielleicht hat man das kurz und kurz sondern ist es weg.

00:12:30: Ich habe mich so ein bisschen verloren gefühlt.

00:12:37: So mit achtundzwanzig angefangen, wirklich noch mal intensiver emotional zu arbeiten.

00:12:42: Und das hat mich wirklich so auf diesen Weg gebracht überhaupt mal ganz bewusst mitzukriegen was... Was fühle ich ihm eigentlich aber auch schon mitzubekommen?

00:12:53: Was sind denn meine Kompensationsmuster?

00:12:56: und was mir damals schon wichtig war, dass wir heute noch wichtiger ist, ist es unsere Kompassionsmuster niemals schlecht oder böse sind Auch wenn sie uns heute vielleicht im Weg

00:13:06: stehen Ja,

00:13:08: auch wenn sie uns heute vielleicht sogar krank machen.

00:13:11: Aber Sie kamen aus der Not und ohne die beherren wir heute nicht da, wo wir sind.

00:13:15: Deswegen bin ich für den Anteil in mir, der mich zur Leistung getrieben hat.

00:13:20: Für die Perfektionisten in mir ... Meine innere Kritikerin meint, ich komme nur durchs Leben, wenn sie mich zur Sau macht.

00:13:27: Bin ich dankbar?

00:13:30: So ist es schön!

00:13:33: Das ist immer ... finde ich gar nicht so leicht, da anzukommen.

00:13:36: Gar nicht!

00:13:37: Dass man dankbar ist für seine Überlebenstrategie und erkennt, wofür sie eigentlich gut sind und woför sie sich auch einsetzen.

00:13:47: Ja.

00:13:49: Seine Frage war wann war es die mir... wo das mir wichtig auch mit mir in Verbindung zu sein?

00:13:53: Was ich da halt einfach gelernt habe, ist dass ich einfach über große Teile meines Lebens nicht wirklich mit mir in Verbindung war.

00:14:02: Natürlich sind meine Kompensationsmuster, und ich war ja nicht nur Kompensationsmuster... Ja, ich leg jetzt den Fokus einfach darauf!

00:14:08: Die haben natürlich mir gedient, dass ich durchs Leben komme, dass sich nicht wieder abgelehnt werde, das ich in meinem Fall nicht wieder weggegeben werde.

00:14:19: Aber sie waren nach außen gerichtet.

00:14:22: Was meint etwas in mir was andere brauchen um mich zu mögen?

00:14:28: Um nicht zu akzeptieren, um nicht sauer auf mich zu sein etc.

00:14:34: Das heißt da bin ich nicht wirklich mit mir in Verbindung.

00:14:37: was brauche ich?

00:14:39: sondern ich bin etwas im verbindungen was sich vermeintlich meine was das außen von mir braucht.

00:14:47: und dementsprechend Ich war auch echt ein Chameleon.

00:14:51: also ich habe mich den unterschiedlichsten Situationen auch Kontext anpassen können Was eine tolle Gabe ist.

00:14:59: Aber wenn sie zu sehr aus der Angst kommt, ich darf nicht einfach ich sein.

00:15:04: Dann entfremd ich mich von mir selber dadurch und das ist einfach das wo ich sagen kann so die letzten dreißig Jahre bin Ich einfach schrittweise immer mehr dazu kommen.

00:15:15: was fühle ich eigentlich gerade?

00:15:17: wie kann ich das auch sagen

00:15:18: ohne zu sagen

00:15:19: der andere ist der arsch?

00:15:22: Wie kann ich mich auch um meine gefühle kümmern?

00:15:24: Und da ist dieses unter anderem eben auch Unter den Kompensationsmustern lag natürlich auch ein ganz tiefer Schmerz, eine tiefe Scham.

00:15:35: Irgendwas mit mir muss ja wohl verkehrt sein sonst gibt doch ne Mutter ihr Kind nicht weg.

00:15:39: Das ist nicht logisch aber das ist das was wir gefühlt fühlen und mich auch dem zu öffnen.

00:15:48: Und diese Kleine die schlussendlich fünf Tage in Krankenhaus lag und natürlich geschrien hat und die Schwestern konnten nicht dauernd kommen und Mama war ja weg die auf einer gewissen Ebene auch

00:16:02: in einem

00:16:03: Freeze-Zustand noch immer in mir lebte, obwohl ich dann schon irgendwann zwanzig, fünfundzwanzig dreißig, vierzig war und mich dem zuzuwenden.

00:16:16: So das ist dieses nach Hause kommen finde ich.

00:16:20: Ja und das finde ich jetzt auch wunderschön dass du das sagst weil es ja schon ein sehr sehr frühes Trauma.

00:16:28: Ich kenne dich ja seit einiger Zeit und für mich straßt es einfach wirklich immer auch so eine Lebendigkeit und Freude aus.

00:16:34: Und einerseits hast du dieses frühe Trauma erlebt, gleichzeitig finde ich das immer toll wenn man einfach Menschen sieht wo man sieht ah okay

00:16:41: die

00:16:41: haben da wirklich auch das ich sage mal integriert und sie haben wirklich was in sich verändert.

00:16:49: dass ist jetzt so das was bei mir sehr ankommt und was ich auch irgendwie immer wichtig finde für Menschen noch nicht so ganz sicher sind, ob sie mal hinschauen wollen.

00:16:56: Also bei mir war das auch lange ... Ich wusste ja, dass meine Mutter Suizid begangen hatte und das heißt oder Versuche in meiner Kindheit hatte der Suizide, weil er dann als ich sieben, zwanzig war.

00:17:07: Und da hab' ich halt lange immer überlegt, ich müsste mal hinchauen und habe aber das nie gemacht!

00:17:13: Als dann meine Mutter suizid gegangen hat, habe ich gesagt, jetzt schaue ich hin... Das finde ich so schön für dir auch als Beispiel zu sehen ist, hilft einfach so sehr hinzuschauen.

00:17:24: Ich finde das einfach schön an deiner Geschichte zu sehen.

00:17:28: Ja, definitiv!

00:17:30: Und es ist aber auch eine Realität.

00:17:33: Ich habe zwar schon relativ früh schon mal ein bisschen geguckt... ...aber so wirklich eingestiegen bin ich dann als es für mich einfach innerlich zu eng wurde und wir rauchen manchmal, dass es in Scheiße geht.

00:17:46: Aber dann kann ich aus ganzem Herzen sagen macht....

00:17:50: Ja.

00:17:51: Und was auch immer es ist, weil jeder findet seinen

00:17:53: eigenen Weg?

00:17:54: Ja ja sehr schön.

00:17:56: und das war dann mit achtundzwanzig oder?

00:17:58: Genau

00:17:58: du würdest sagen mehrere Punkte.

00:18:01: da habe ich angefangen und dass hat mich ich hab zwölf Jahre recht intensiv an mir gearbeitet wirklich immer wieder tief gegangen immer wieder mit inneren Anteilen geschrieben die gefühlt so und was dann für mich halt wirklich auch schön war was ich gemerkt.

00:18:21: Durch die Verbindung mit mir habe ich dann tatsächlich auch auf der Beziehungsebene etwas geöffnet.

00:18:27: Ich bin jetzt mit meinem

00:18:28: Mann,

00:18:29: siebzehn Jahre verheiratet und wir kennen uns neunzehn jahre.

00:18:34: Und das lohnt sich halt auch.

00:18:40: Ja sehr schön!

00:18:45: Es gibt noch einige andere Brüche und Punkte aber ich glaube das war so das wichtigste der Einstieg für mich da.

00:18:51: Dann

00:18:51: lass uns doch gerne mal... zu EFT überspringen.

00:18:56: Und vielleicht magst du mal erzählen, wie ist EFT denn überhaupt in dein Leben gekommen?

00:19:02: Ich weiß es nicht mehr hundertprozentig!

00:19:04: Ich weiß aber dass ich EFT schon auf dem Schirm hatte eine Weile und dann immer gelesen habe Emotional-Freedom Techniques.

00:19:13: Und ich dachte emotional also von den Emotionen frei werden oder was.

00:19:17: Dann dachte ich so äh wie... Also weil meine Prämisse ist immer noch

00:19:22: der Weg

00:19:23: ist durch und nicht über oder wegmachen.

00:19:27: Ja, so!

00:19:29: Und für mich fand ich von den Namen einfach scheiße und dachte man soll Gefühle weg machen.

00:19:33: und dann ist es ja auch so dass durchaus einige Videos die man so findet sagen ja klopft dir deine Angst weg ne?

00:19:41: So und ich finde mir eine Angst nicht wegklopfen Ich will dir doch Raum geben und wenn ich ihr Raum gebe Dann elbt sie natürlich

00:19:48: ab

00:19:49: und dann habe ich glaube ich irgendwie Es gibt so eine wirklich coole Amerikanerin, die Donna Eden.

00:20:00: So ein ganz typische, so bisschen esoterisch wirkende West-Küstenfrau, die ganz viel körperenergetischer Arbeit macht und ganz toll.

00:20:11: Und da habe ich so ein paar Onlinekurse auch gemacht.

00:20:13: Und ihr Mann ist Psychotherapeut und kommt wirklich aus der ganz anderen Richtung.

00:20:21: Der kannte eben auch EFT!

00:20:24: Und dann haben die aber auch sozusagen,

00:20:26: z.B.,

00:20:26: ich hab mal so einen Kurs gemacht weil ich eine Weile auch Paare begleitet habe wo es ein bisschen um Paarcoaching ging und da haben die eben auch ganz schön EFT eingeflochten wie man das zum Beispiel auch im Paar Kontext nutzen kann.

00:20:39: und da dachte ich, so wie die das machen gefällt mir das sondern habe ich online auch in Ausbildungsplatz gefunden wo auch der David Feinstein der Mann von der Dona Eden mit drinnen ist.

00:20:52: Und da habe ich eben gelernt, es geht nicht

00:20:53: darum um wegmachen.

00:20:56: Sondern tatsächlich eines der Grundprinzipien mit denen EFT arbeitet ist das du erst mal dem Raum gibst was im Moment gerade ist.

00:21:11: Sehr schön!

00:21:12: Und es ist so dass man zum Beispiel in vielen Fällen fängt man an der Hand Außenkante an zu klopfen.

00:21:19: und vielleicht können wir irgendwie Unter dem Podcast können wir noch mal einen Link machen.

00:21:24: Ich hab die Punkte irgendwo alle erklärt, dass man es einfach nochmal bildlich irgendwie hat.

00:21:30: und in dieser Eingangsphase sagt man zum Beispiel... Also ich hätte jetzt, als ich vorhin gesagt habe, ich bin gerade noch ein bisschen beim Nervensystem etwas angespannt, hätte ich zum Beispiel klopfen können auch wenn mein Nervenystem grad so'n bisschen in Anspannung ist weil das für mich ein bisschen ungewohnt ist ein Live-Interview zu führen, das wäre das Benennen was ist.

00:21:56: Dann kommt eine Form von Akzeptanzsatz und da könnte ich sagen damit nehme ich mich so liebevoll an wie ich kann.

00:22:07: also ganz oft hört man auch dieses damit Liebe und akzeptiere ich mich zutiefst.

00:22:12: ja

00:22:13: wenn man das sagen kann es das schön aber für viele ist das irgendwie schon drei Meilen zu weit weg.

00:22:20: Da kommt dann der innere Bullshit-Detekt.

00:22:22: Ja, ganz genau und das bringt nichts.

00:22:24: für mich ist es tatsächlich so.

00:22:25: wenn ich das sage wird's bei mir oft ganz warm und weich in der Brust weil ich einfach so viel auch mit mir gearbeitet habe dass sich das wirklich auch fühlen kann.

00:22:37: Und trotzdem kannst du manchmal spannend sein diese Worte einfach zu sagen und dann vielleicht auch zu fühlen.

00:22:44: Bei manchen kommt dann plötzlich Trauer hoch weil man fühlt boah dieses Gefühl hab' ich so selten bekommen.

00:22:51: Ja, so.

00:22:51: Also das ist eben sozusagen das, warum mich dann EFT tatsächlich überzeugt hat?

00:22:57: Weil man es nicht macht um sich irgendwelche Positivdinger einzuklopfen weil man's nicht macht und sich Gefühle wegzuklopften auch wenn sie oft hinterher weg sein können.

00:23:07: ja

00:23:08: So also was vor allen Dingen eher so ist dass wenn man sozusagen auch so einmalige Traumate hatte in Unfall oder aber auch Menschen die Phobien haben.

00:23:21: Also da kann man teilweise unglaublich gut daran arbeiten.

00:23:24: Manchmal in einer Sitzung, manchmal braucht es aber auch mehrere Sitzungen weil vielleicht eine Phobie vor Höhe mit unterschiedlichen Erfahrungen zu tun hat.

00:23:35: und das ist dann noch wieder die Kunst wo's eben auch hilfreich ist ein Gegenüber zu haben zu gucken was spielten da alles mit rein?

00:23:44: Und dann klopft man zu jedem dieser Themen, die da einspielen und arbeitet so lange daran bis man entweder so innerlich merkt Bord hat sich jetzt was geändert oder man merkt wow das fühlt sich ganz anders.

00:23:57: Man überprüft es halt auch immer dass man immer auch in seinen Körper hineinspürt.

00:24:01: wo in deinem Körper fühlst du also wo?

00:24:04: für mich wäre vorhin die Frage gewesen wohin meinem Körper spür ich die Anspannung?

00:24:09: Ich hätte dann gesagt Das ist so wie eine leichte innere Anspannung, die ich vor allen Dingen im Tor so fühle.

00:24:17: Ich sag das jetzt so einfach!

00:24:19: Vor

00:24:19: zehn Jahren hätte ich das vielleicht nicht so einfach sagen können... ...weil ich noch gar nicht so gewohnt war hinzuspüren.

00:24:25: Also das sage ich nur bewusst weil manchmal kriegt man ja einen Hör zu was und dann denkt man ohja muss ich können?

00:24:31: Nein müssen wir gar nicht

00:24:32: können.

00:24:33: Weil wir haben es oft nicht gelernt.

00:24:35: Das ist auch ein Lernprozess.

00:24:39: EFT auch noch wirklich den Körper mit reinbezieht.

00:24:45: Und dann ist ja, das ist ja dieses Klopfelement und da ist es eben ein Aspekt dass wir auf sogenannten Akupressurpunkten oder Akupunkturpunkte klopfen die auf den Meridianen liegen.

00:25:04: Man weiß inzwischen dass diese Punkte sensibler sind elektrische Impulse weiterleiten können und unser System ist ja wirklich elektromagnetisch.

00:25:16: Kann man sich immer so schwer vorstellen, aber das heißt wenn ich einen Punkt berühre und auch klopfe dann ist durch diesen Druck entsteht ein elektrisches Signal Und das wird wie das ganz genau funktioniert kann man mit den ganzen Studien die es inzwischen gibt trotzdem noch nicht ganz genau belegen.

00:25:36: Aber das wird weitergeleitet an die Zentren in unserem Gehirn, die zum Beispiel durch den Stress aktiviert sind.

00:25:44: Das

00:25:44: ist ganz oft der Mandelkern, die Ermückterler.

00:25:48: Das heißt was wir hier haben beim Klopfen?

00:25:50: Wir benennen dass etwas ist und wir fühlen es auch.

00:25:54: D.h.,

00:25:55: da ist etwas aktiviert.

00:25:56: Ja!

00:25:57: Wir fügen das Element der Annahme des Akzeptierens hinzu klopfen auf diesen Akkupressurpunkten und senden dadurch Signale an unser Nervensystem, das obwohl wir gerade aktiviert sind.

00:26:17: Was ein Gefahrensignal sein kann an unserem Nerven-System ist eben nicht überlebensbedrohliches.

00:26:26: Und

00:26:29: dass es sind einfach so drei Grundelemente von EFT Nicht unglaublich wichtig sind finde Und weil es uns hilft, im Rahmen unserer Kapazität oder unseres Toleranzfensters zu bleiben.

00:26:50: Und das kann manchmal sogar richtig intensiv sein die Gefühle und dann muss man auch für sich lernen welche Intensität kann ich alleine halten?

00:27:00: Wo ist es dann aber wichtig dass ich dann vielleicht erst mal zum Abschluss komme mir jemand anderen hole Also das auch wieder so ein Erspüren, erfahren, ausprobieren.

00:27:11: Das ist jetzt mal so.

00:27:12: ein paar Grundworte zu EFT erstmal.

00:27:16: Ja super spannend und du hast ja jetzt gerade zwischendrin erzählt dass es also auch bei Schocktraum sehr helfen kann wenn man Unfall hatte oder ähnliches.

00:27:26: Und nimmst du's aber auch noch für andere Themen die einen emotional belassen?

00:27:31: Es ist eigentlich eine sehr ganzheitliche Methode wenn ich es richtig verstehe.

00:27:35: Also man kann es auch, also ich kann zum Beispiel auch mit einer Geburtserfahrung klopfen.

00:27:40: Und zwar kann ich einfach jemanden einladen und sagen du weißt über deine Geburt, du bist keine Ahnung, du warst ein Frühchen und warst dann erstmal im Brutkasten.

00:27:52: wenn du da heute dran denkst was nimmst du jetzt gerade in deinem Körper wahr?

00:27:57: Also wir wühlen nicht in alten Geschichten, sondern wir nehmen vielleicht etwas was wir wissen aus der Vergangenheit und fühl'n dann aber hin.

00:28:07: Was löst das jetzt ja

00:28:08: zu ell aus?

00:28:09: Ja

00:28:10: so!

00:28:11: Und damit arbeiten wir.

00:28:12: Das heißt wir... Wir arbeiten mit dem, was wir an Gefühlsüberbleibseln oder Verhaltensmuster überbleibseln durch des Trauma- oder die Erfahrung noch in uns tragen.

00:28:25: So und wir müssen nicht immer

00:28:27: Wissen Ja.

00:28:31: Es kann auch jemand kommen und sagen, Anna ich habe irgendwie das Gefühl in den ganz frühen Jahren war irgendwas Ich weiß es aber nicht.

00:28:39: Dann würde ich vielleicht fragen du was wenn du dieses Gefühl hast da war Was macht denn das gerade mit dir?

00:28:45: Was fühlst Du was nicht zu deinem Körper war

00:28:48: ja so.

00:28:49: und dann könnte man sagen zum Beispiel auch wenn ich Keine Ahnung hab was passiert dass ich hab's gefühlt Irgendwas war als ich ganz ganz

00:28:57: klein war

00:28:58: Und das führt dazu, dass ich jetzt gerade einen Knoten im Hals hab.

00:29:02: Ja

00:29:03: und damit nehme ich mich liebevoll an.

00:29:05: Und was manchmal ganz spannend ist, wenn man einfach nur mit dem, was man dann im Körper spürt... ...und diesem, ich habe keine Ahnung, was war, klopft... Manchmal kommt plötzlich ein Bild, es kommt noch mal ein klareres Gefühl oder es kommt sogar eine Erinnerung.

00:29:23: So ja super spannend!

00:29:25: Das heißt du benutzt das mit deinen Klienten eigentlich für.

00:29:29: Also benutzt du es fast in jeder Sitzung?

00:29:32: Es kommt total drauf

00:29:33: ab.

00:29:34: Also, es gibt auch manche Klienten die sagen, du das Klopfen ist nichts für mich und dann mach ich das nicht.

00:29:42: Ja!

00:29:44: Ich mache's auch nicht mit in jeder Sitzung überhaupt nicht weil ich teilweise viel mit inneren Anteilen arbeite und da einfach nur innerlich hin leite dass die Menschen für sich hinspüren wenn dein Kontakt geht ein Austausch geht.

00:29:56: aber man kann auch mit dem Inneren Anteil klopfen.

00:30:00: Man kann auch sagen, ja.

00:30:01: Auch wenn da das kleine Baby in mir ist die totaler Staat

00:30:04: ist,

00:30:06: die gehört zu mir.

00:30:07: Also man kann es mit Klopfen kombinieren.

00:30:10: Das ist wirklich sehr flexibel wie man's anwenden kann.

00:30:15: aber ich verwende es wie gesagt so ein bisschen wie Menschen darauf anspringen und was sie brauchen.

00:30:22: Ich

00:30:26: finde es aber auch ein ganz tolles Werkzeug, um auch manchmal täglich für sich selber zu sorgen.

00:30:33: Machst du das mal näher erklären?

00:30:34: Ja, vermutlich ist das auch was, dass du für dich machst.

00:30:37: Genau!

00:30:38: Also zum Beispiel wenn ich... Das habe ich auch am Anfang erwähnt, dass das eines meiner SOS-Tools sozusagen ist Wenn ich morgens aufwache und ich merke schon, boah irgendwie fühle mich irgendwie schon überfordert obwohl ich gar nicht so viel zu tun hab Oder ich habe einfach nur ein komisches Gefühl, dann setz' ich mich hin und klopfe und red einfach nur mal laut was gerade in mir vor sich geht.

00:31:04: Und mach's dann auch dieses Ja-und das ist jetzt grade so und damit nehme ich mich liebevoll an.

00:31:09: Und es tut so gut!

00:31:11: Allein das Mal zu benennen – und ich hab da keine Erwartung, dass ich hinterher wie ein Energizer Bunny aufstehe und alles wieder gut is', aber sich so drei Minuten zu nehmen... Und mich hinzusetzen und einfach nur laut auszusprechen, was es ist zu spüren wo in meinem Körper ich das fühle.

00:31:31: Ist einfach total genial.

00:31:33: Ja so man weiß ja auch inzwischen dass für das Nervensystem sehr hilfreich ist wenn wir auch nicht nur... Ich bin überfordert!

00:31:42: Sondern auch gucken wie merke ich's an meinem Körper?

00:31:45: Wenn ich benennen kann die Überforderung kommt dadurch dass ich mich eng fühle.

00:31:49: Die Überforderung kommt dadurch, dass in meinem Kopf die Gedanken rattern.

00:31:53: Diese Benennung hilft, das unser Nervensystem allein durchs Benennen schon ein bisschen reguliert wird.

00:31:59: Ja, indem wir auch wieder mehr Präsenz im Körper haben?

00:32:01: Ganz

00:32:01: genau!

00:32:02: Und ich mich

00:32:03: ernst nehme!

00:32:05: Ich höre mir zu

00:32:06: und ganz viele unserer ... Erfahrungen, die dazu geführt haben dass wir mehr mit Kompensationsmustern arbeiten müssen.

00:32:14: ist das da keiner wahr der uns zugehört hat oder der gesagt er stelle dich nicht so ansen.

00:32:19: doch nur drei dinge die du heute zu tun hast.

00:32:21: ja

00:32:22: und meine innerin kritikerin könnte das auch sagen

00:32:25: sie

00:32:25: sagt es auch manchmal aber ich nehme mich ernst dass ich mich in dem moment überfordert fühle und vielleicht ist es tatsächlich auch ein teil der sich überforderd fühlt und wenn ich das dann nochmal merke kann ich mich den teil noch kurz zu wenden.

00:32:39: Dieses Kurzzuwenden kann ich jetzt sagen, nachdem ich jetzt zwanzig Jahre lang an mir gearbeitet habe.

00:32:44: Wenn man anfängt, an sich zu arbeiten, braucht es ein bisschen Zeit um das für mich aufzubauen.

00:32:49: Ist richtig ja.

00:32:50: Also einfach noch mal so ein kleines Sternchen!

00:32:54: Ja, absolut.

00:32:54: Und du sagst ja jetzt auch selber – und das haben wir auch im Vorgespräch noch mal besprochen – dir war es wichtig oder du hast am Anfang was so skeptisch emotionales Freedom-Technik, dass es nicht darum geht sich von deinen Emotionen zu befreien?

00:33:07: Das ist mir auch immer wichtig!

00:33:08: Tatsächlich war das bislang auch der Grund warum ich mich mehr für EFT gar nicht so sehr interessiert habe vom Namen her.

00:33:14: Ich finde den auch unglücklich.

00:33:17: Du sagst halt jetzt auch, du machst das morgens nichts um das dann loszuwerden.

00:33:24: Das beobachte ich aber noch wahnsinnig oft auch beim Menschen, auch bei mir manchmal.

00:33:28: Dass man irgendwie auch Dinge macht, weil meine, ja, ich will mich jetzt wieder besser fühlen.

00:33:33: Wie ist da dein Angang?

00:33:35: Dass du es wirklich schaffst zu sagen, ich mach das jetzt einfach nur um mit mir präsent zu sein und egal wie ich mich hinterfühle.

00:33:41: Und wenn ich mich schlechter fühle dann ist das halt so.

00:33:44: Also... Ist

00:33:45: ja gar nicht so leicht!

00:33:47: Erstens mal habe ich ganz oft erstmal die Reaktion Ich will den Scheiß los haben.

00:33:50: Ja Okay

00:33:52: So Und ich glaub, das haben wir alle.

00:33:54: Weil wir alle wollen uns lieber wohlfühlen als unangenehm.

00:34:00: Was ich machen könnte wenn ich merke, ich bin an dem Platz, könnte ich erst mal klopfen und einfach benennen, boah irgendwas in mir will den Scheiß gerade loswählen?

00:34:09: Das ist angekotzt von diesem bescheuerten Mich-Scheiße-Fühlen überfordert fühlen.

00:34:13: Kenne ich!

00:34:14: Habe ich gemacht habe ich mitgearbeitet?

00:34:16: by the fuck es ist schon wieder da.

00:34:22: vielleicht sogar mal anzulachen.

00:34:23: Ja, aber nicht weil ich über mich lache sondern weil ich lache weil ich merke oh ja klar will dass irgendwas loswerden.

00:34:32: so und es ist auch wirklich.

00:34:36: am Anfang habe Ich natürlich auch angefangen mit mir zu arbeiten damit ich mich besser fühle Und ich glaube das geht nicht anders.

00:34:46: Es ist nur so dass sich immer wieder gerne Also mich selber natürlich, aber auch die Menschen mit denen ich arbeite auch daran erinnere.

00:34:53: Willst du gerade weg von was?

00:34:56: oder willst du dich mehr mit etwas verbinden?

00:34:59: Und das Weg von ist meine Erfahrung nach nicht wirklich langfristig nachhaltig.

00:35:06: Weil wir dann was ablehnen

00:35:08: und uns selber nicht so annehmen wie wir sind.

00:35:11: Genau!

00:35:12: Und da finde ich auch nochmal ganz spannend.

00:35:15: Deswegen alterniere ich ein bisschen mit dem Begriff annehmen und akzeptieren.

00:35:20: Aber weil akzeptierend für viele so, ja.

00:35:22: aber Anna wenn ich jetzt akzeptiere was ist dann gebe ich mich doch dem hin und dann ändere ich nie etwas oder dann sage ich das es okay wie's ist.

00:35:29: Und war darum gehts nicht sondern also mit annehmen akzeptiert meine ich dass man erst mal da ankommt

00:35:37: wo man isst

00:35:39: und sagt das ist jetzt

00:35:40: gerade so

00:35:41: und vielleicht hat man auch über Auseinander der Zunge mit sich gelernt.

00:35:45: Ah ja, kein Wunder!

00:35:47: Ja?

00:35:48: Also... Mit meinem Adoptionsthema keinen Wunder das irgendwas meint ich muss den Platz in der Welt mehr verdienen.

00:35:53: Ist

00:35:53: doch klar, so.

00:35:56: Aber einfach zu sagen hey, Ich habe eine krasse innere Kritikerin.

00:36:01: Das ist nicht schön aber es ist so und ich will die nicht weg haben sondern ich will dir erst mal zuhören.

00:36:11: Was ist denn deren Sorge was passieren würde wenn sie mich nicht zusammen macht?

00:36:15: Ja.

00:36:15: Also die ist bei mir heute nicht mehr so aktiver bei am Anfang

00:36:19: und

00:36:20: dann kommt man nämlich oft an den Kern, die will einen beschützen.

00:36:25: Die will Kritik von außen vorweg nehmen.

00:36:29: Also wenn man sich da den Raum nimmt, die nicht loswerden zu wollen, kann ich in Verbindung gehen?

00:36:39: Und da ist Akzeptanz.

00:36:40: und an dem so meine ich das.

00:36:41: Das heißt nicht, dass wir dann dastehen bleiben wo wir sind oder dass wir sagen unseren Partner sagen ja nimm mich so wie ich bin!

00:36:47: Ich will halt so... Ja es geht schon darum Verantwortung zu übernehmen aber

00:36:52: eben

00:36:53: sich nicht selber wegmachen zu wollen so wie man ist.

00:36:57: Ja schön dadurch kommt man ja auch wieder mehr ins Selbstmitgefühl Und das finde ich auch immer so wichtig.

00:37:04: Ich nenne es tatsächlich oft in meiner Arbeit Erlauben, also dass was ist erlauben.

00:37:12: Das hilft mir auch oft aber jeder reagiert unterschiedlich auf Worte.

00:37:17: Aber Erlauben finde ich da auch sehr passend.

00:37:22: Wie gesagt, ich habe mich vorher mit EFT noch nicht ... tief beschäftigt, aber wie du es jetzt erklärst kann ich da sehr ein Resonanz mitgehen.

00:37:28: Wenn das irgendwie auch spannend für mich damit noch mal tiefer zu beschäftigen und du schreibst ja tatsächlich auch gerade einen Buch darüber.

00:37:36: Magst du doch?

00:37:38: Ja also ich bin unglaublich stolz und freue mich wirklich für den Fachverlag im Buch schreiben zu dürfen über EFT und zum einen erkläre ich dann natürlich auch so ein bisschen Schrittweise wie man dass selber für sich machen kann Weil das ist einfach auch noch mal das Tolle an EFT.

00:37:56: Das können wir jederzeit machen und deswegen gebe ich es auch den Menschen, mit denen ich arbeite so gerne mit

00:38:03: weil

00:38:04: ja für manches brauchen werden gegenüber.

00:38:07: aber Es geht ja darum dass sich den menschen Wege mitgeben kann wie sie für sich selber gut sorgen können.

00:38:15: Und des Klopfen kann man einfach ganz toll in Alltag integrieren.

00:38:19: Und was mir aber bei meinem Buch eben auch wichtig ist, mein erstes Kapitel geht es um die Haltung.

00:38:26: Das, was wir gerade schon ein bisschen besprochen haben, mache ich das, um mich zu optimieren?

00:38:30: Mache ich das um etwas loszuwerden und... Ich glaube, dass ist so wichtig weil wenn ich vom Optimierungsansatz komme und vom Weg von bin ich mit dem Nervensystem eher in einem Kampf- oder Fluchtmodus.

00:38:49: Und das heißt, dann kann ich eigentlich gar nicht wirklich integrieren.

00:38:51: Weil dann arbeite ich etwas ab, dann will ich was weg haben.

00:38:54: und wenn man es schon so sagt... Also ich merke, mein Bauch spannt sich an und das will man da nicht mehr haben und wirklich einfach sich immer wieder zu gucken woher komme ich gerade?

00:39:07: Und wie du vorhin gesagt hast ja klar und ich auch natürlich will man das unangenehme erst mal nicht haben.

00:39:13: Das ist auch okay.

00:39:15: aber dass wir immer wieder gucken Wie wäre es, wenn ich durch die Augen meiner besten Freundin, meines besten Freundes auf mich blicken würde?

00:39:23: Weil manchmal ist das mit dem Selbstmitgefühl noch ein bisschen schwierig.

00:39:26: Dann können wir uns sozusagen wohlwollende Augen ausleihen und mal gucken, warte mal, was würde meine Freundin mehr sagen?

00:39:38: Und dann gehe ich natürlich auch noch so ein bisschen drauf ein.

00:39:41: also da wird auch ein paar Downloads geben wo man auch eine geführte EWT mit DFT Sequenz bekommt.

00:39:49: auch wirklich so dieses ganz Schritt für Schritt, wie kann ich das selber eigentlich für mich machen?

00:39:54: Wie finde ich die Worte?

00:39:55: Was mache ich da eigentlich ganz genau.

00:39:57: Aber natürlich drauf eingehen auf Traumalsensibilität, Hosengrenzen.

00:40:02: was kann ich machen und nicht machen.

00:40:05: Wie kann ich es aber mit inneren Anteilen kombinieren?

00:40:07: Wie kann Ich's vielleicht auch mit Heart Math also dieser herzzentrierten Atmung verbinden?

00:40:13: Also genau da bin ich gerade dran und das macht großen Spaß!

00:40:18: Voraussichtlich nächsten Herbst rauskommt.

00:40:20: Okay, also Herbst, sieben, zwanzig?

00:40:22: Genau!

00:40:22: Also dauert noch und dauert ja noch.

00:40:24: Aber wer da mehr drüber lesen will sicherlich in deinem Newsletter wird ganz

00:40:28: genau

00:40:28: darüber.

00:40:29: Das packn wir auch an die Shownotes.

00:40:32: Sehr schön Und du hast jetzt immer mal wieder gesagt das finde ich gerade auch selber nochmal einen spannenden Aspekt.

00:40:38: Du hast immer wieder gesagt Es gibt Dinge, die können wir alleine machen und manchmal brauchen wir vielleicht auch ein Gegenüber.

00:40:43: Und gerade jetzt auch wo die KI immer mehr kommt, da fragen mich auch immer wieder Menschen und sagen ja ich kann das doch eigentlich vielmehr auch mit KI machen wie ist da grad so dein Blick?

00:40:53: Wo braucht jemanden gegenüber und was können wir vielleicht allein machen?

00:40:57: Ich finde dass grade auch wenn man so viele Erfahrungen hat wie wir dann wissen wir das.

00:41:03: aber Menschen die vielleicht noch nicht soviel Erfahrung haben, wann brauche ich eigentlich einen Gegenüber und wann muss ich vielleicht auch oder was kann ich vielleicht für mich alleine machen?

00:41:13: Vielleicht mag sie da noch etwas zu sagen.

00:41:15: Also ich glaube durchaus das Bücher, Videos, Podcasts und auch KI einem sehr gute Impulse geben können mit denen man durchaus ganz viel machen kann und KI kann wirklich zugreifen auf unglaublich viele Ressourcen und auch sehr gute auch kleine Übungen eingeben.

00:41:36: Ja, so und da kann man wirklich glaube ich viel damit machen.

00:41:41: was wir dadurch halt nicht haben ist ein lebendiges fühlendes und hoffentlich reguliertes gegenüber.

00:41:50: ja

00:41:52: und Ich würde jetzt mal einfach so ein bisschen allumfassend behaupten dass die meisten Themen die wir als Erwachsene mit uns tragen

00:42:02: irgendwo

00:42:04: in der frühen Kindheit-Kindheit, in Beziehungskontexten entstanden sind.

00:42:10: Das heißt wenn die Wunde in einer Beziehungen entstanden ist braucht es meiner Warte nach auch einen Beziehungskontext um zu integrieren.

00:42:21: und da gibt es zwei Komponenten des Beziehunkontextes.

00:42:26: Es ist natürlich meine Beziehion zu meinen Gefühlen, zu meinen Faltensmustern Aber es ist eben auch der Beziehungsraum, wenn da jemand da ist.

00:42:42: Manchmal ist das okay, wenn's ne Freundin isst aber manchmal brauchen wir einfach den Raum dass ich mit all dem da sein darf was jetzt gerade ist ohne dass ich mir den Gedanken machen muss wann wird zu meiner Freundin so viel?

00:42:56: Weil eine Freundin darf auch sagen du... Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll.

00:43:03: ich merke da ich komm grad total in Stress Und wenn man sich da jemanden sucht, das gegenüber der einfach sich mit bestimmten Themen auskennt und hoffentlich auch an seinen eigenen Themen gearbeitet hat.

00:43:15: Weil sonst glaube ich können wir für intensive Gefühle keinen wirklichen Raum halten

00:43:19: ja

00:43:22: dann erlaubt dass auch dem Nervensystem zu sagen okay da ist jemand der hält Gradraum und dann wird es gegenüber auch sowas wie so eine eine Gussform, ein Beispiel wie kann das Aussehenraum zu halten?

00:43:37: Und dann können wir es für uns mehr lernen.

00:43:41: So und Dann kommt dazu Wir haben blinde Flecken und die blinden flecken wird uns glaube ich kein video kein buch und Ich Glaube auch keine KI aufdecken Können.

00:43:51: ja

00:43:51: weil das ist oft was gefühltes was zwischen den Worten liegt oder Was man beobachtet oder eine frage.

00:43:59: also Wenn ich weiß, jemand kommt zu mir, der irgendeine Form von Bindungsverletzungen oder Bindungstrauma hat.

00:44:06: Dann kann es ... dann hab ... weiß ich schon mal, dass es eventuell bestimmte Muster geben kann.

00:44:12: Mhm.

00:44:14: Mhm!

00:44:14: Hundertprozentig wissen natürlich das nie.

00:44:17: Aber man kann manchmal so eine Testfrage rausgeben, auf die man selber vielleicht nicht

00:44:22: kommen würde.

00:44:23: Mhm?

00:44:24: Ja.

00:44:25: Und auch eben... mit Gefühlen, die sehr intensiv werden.

00:44:33: Ich glaube es ist manchmal wichtig, die in ihrer Intensität auch zulassen zu können für wie lang auch immer das für mich gerade haltbar ist.

00:44:41: weil wenn da ein Gegenüber ist dass auch noch Raum hält dann ist das einfach nochmal ein heilsamer Einfluss.

00:44:49: ja er ist absolut.

00:44:51: meine Erfahrung auch.

00:44:52: also kann ich kann sich voll so unterschreiben

00:44:54: Ja ich wäre auch nicht hier wo ich bin wenn ich nicht... Also alleine wäre ich hier nicht.

00:44:59: Ja, absolut.

00:45:00: Und ich mit meiner Erfahrung ist auch das je mehr ich meine eigenen tiefen Gefühle gefühlt habe die ich lange verdrängt habe umso mehr Kapazität hab' ich auch selber präsent zu bleiben wenn andere an tiefe Gefühlen kommen.

00:45:16: und das heißt es ist schon auch wichtig ein Gegenüber manchmal zu haben der die Kapazität überhaupt hat Präsentz zu bleiben und von daher also kann nicht nur voll unterstreichen Du hast ja eine eigene Praxis in Uting und arbeitest aber auch online.

00:45:33: Machst du mal was zu deiner Arbeit erzielen?

00:45:36: Weil wenn jetzt jemand sagt, oh ja ich habe da echt ein Thema wo ich merke dass sich dann nicht alleine weiterkomme wie man vielleicht mit dir zusammenarbeiten.

00:45:45: Ja also das ist schon gesagt man kann sowohl vor Ort für mich hier in Uding wird mir arbeiten aber auch Online und das mache ich mit vielen Menschen.

00:45:54: oder auch Menschen die nicht hier in der Gegend wohnen, können auch mal sagen ich nimm mir mal eine Woche Urlaub am Ammersee und nutze da intensiv auch dann einfach mal intensiv zu arbeiten oder man macht ne Mischung.

00:46:08: Also das gibt es alles.

00:46:11: Ich habe auch online Kurse.

00:46:12: zum Beispiel hab' ich immer wieder EFT-Einführungskurse, die ich online mache.

00:46:20: So also das einfach zu dem was ich habe Wie ich mit Menschen arbeite, ist einfach dass ich wirklich gucke wer sitzt da.

00:46:30: Was braucht dieser Mensch vielleicht?

00:46:33: Und ich habe halt als meine Haupttools tatsächlich die Arbeit mit inneren Anteilen, die EFT-Klopftechnik und manchmal auch körperenergetische Arbeit.

00:46:43: Ich binde manchmal auch Aufstellungselemente mit einem... Manchmal auch Brainspotting das es auch eine Form der Arbeit wo man in ein Gefühl geht und dann guckt, wenn ich jetzt meine Augen nach rechts wenden würde oder wo gibt es einen Punkt, wo ich hingucke?

00:47:05: Wo ich noch besseren Zugang zu meinen Gefühlen finde.

00:47:07: Also das so ganz megakurzer klärt also das bin ich einfach auch mit ein.

00:47:12: Und dann gibt's einfach noch so viele Sachen die ich

00:47:15: im

00:47:15: kleinen Werkzeugkoffer hab Die halt einfach dann zur Tage kommen.

00:47:20: Wenn sie gefragt sind Ich mach keine ... in ein, zwei Sitzungen bist du durch.

00:47:28: Therapien was schon mal sein kann dass jemand sagt hey Anna ich hab ein bestimmtes Thema da möchte ich mit klopfen können wir da eine oder zwei Sitzen machen?

00:47:36: Dann nehmen wir wirklich nur das und schauen uns das an.

00:47:39: Und ansonsten ist meine Erfahrung Das so zumindest sind schonmal so acht sitzungen erstmal ganz guter Grundstocks sind.

00:47:48: mit vielen Menschen arbeite ich aber auch länger.

00:47:52: Und es ist in unserer heutigen Zeit wo wir alles schneller

00:47:56: Effizienter,

00:47:58: optimierender haben wollen.

00:48:00: Und es ist natürlich manchmal auch eine finanzielle Frage, die ich total ehre und wertschätze.

00:48:05: So dass man sagt, ich will aber schnell!

00:48:08: Naja, wenn wir vielleicht dreißig, vierzig, fünfzig Jahre was in uns

00:48:13: tragen

00:48:14: und das nicht mit der Hauruck-Methode weg hauen

00:48:17: wollen

00:48:18: sondern vielleicht auch noch Nervensystem sensibel dann braucht es Zeit Weil Dinge aufarbeiten braucht Kapazität.

00:48:28: Ja, ja

00:48:30: und vielleicht auch Zeit zwischendurch was zu verdauen Was ich auch sehr gerne mache das Menschen auch zwischen drin was mitzugeben was sie machen können

00:48:40: Vielleicht

00:48:41: bestimmte ab und zu zu klopfen oder mit einem Anteil in Kontakt zu gehen

00:48:47: Ja

00:48:48: Oder auch manchmal wirklich.

00:48:49: ich finde es wirklich hilfreich manchmal sich hinzusetzen und aufzuschreiben.

00:48:52: jetzt mir denke ich gerade

00:48:56: Ja und schön, dass du es auch noch mal sagst mit das mehrere Sitzungen auf sinnvoll sind.

00:49:00: Weil das ist auch meine Erfahrung, dass ich immer wieder auch kennenlernen Gespräche habe wo Menschen sagen ja aber hab' ich dann in einem halben Jahr reguliertes Nervensystem und gleichzeitig ist es so schwer... Das kann man nie versprechen!

00:49:12: Und mein eigener Weg hat definitiv oder dauert definitiv länger.

00:49:15: Ich würde sagen, dass sich immer nur nicht ganz durch bin in meiner Haltlasten abarbeiten.

00:49:21: Ich auch nicht und ich gehe auch gar nicht davon aus, dass ich das dieses Leben schaffe.

00:49:27: Aber was so schön ist, das wirst du wahrscheinlich bestätigen können.

00:49:31: Man leidet nicht mehr drunter, wenn's nervensystem aktiviert ist oder wenn ein Gefühl hochkommt.

00:49:36: Soll ich weiß wie ich damit umgehen kann?

00:49:38: Wie ich mich kümmern kann?

00:49:40: Dann bleibe ich halt nicht im Monat drin stecken Vielleicht bleibe ich mal ein, zwei, drei Tage drinstecken.

00:49:45: So what?

00:49:46: Findet irgendwas in mir beschissen aber ist dann so

00:49:49: und dann

00:49:49: kann ich es wieder aufarbeiten.

00:49:51: Das ist das worum es geht Und genau wie du sagst Ich kann keine Aussagen machen.

00:49:56: Ich weiß auch nicht was in diesen Menschen alles drin steckt Was der mit sich bringt.

00:50:01: Deswegen mache ich auch keine Versprechen.

00:50:04: Ich glaube man kann sagen Du wirst an einem anderen Platz sein als jetzt Und wahrscheinlich wenn's um Nervensystem-Regulationen geht Zumindest Werkzeuge haben, wie du dein Nervensystem besser regulieren kannst.

00:50:18: Ja aber es kommt halt auch wirklich drauf an.

00:50:22: Was mache ich damit?

00:50:23: Also auch als ich in mir Begleitung geholt habe Ich hab dazwischen sehr viel für mich gemacht Zwischendensitzungen

00:50:30: auch

00:50:32: Und manchmal können wir das nicht mehr können wird es nicht.

00:50:34: ja absolut

00:50:36: Das ist auch okay.

00:50:37: also manchmal Manche Menschen brauchen erstmal die Sicherheit Einer Sitzung wo jemand anderer da ist Und zwischendurch sagen sie, ich mach die Tür zu und das war's.

00:50:46: Das ist

00:50:47: völlig in

00:50:47: Ordnung!

00:50:49: Ja weil da auch oft ja sonst so ein Leistungsanspruch noch einkommt.

00:50:52: jetzt muss sich jeden Tag irgendwie das und dass.

00:50:55: Ja genau.

00:50:56: Ja voll schön wenn du haben wir jetzt schon über viele Sachen gesprochen, auch wie man mit der arbeiten kann.

00:51:03: Wenn du mal so eine Vision hättest?

00:51:05: Ich mag das immer gerne am Ende von meinen Gesprächen nochmal auf so ne Vision zu kommen.

00:51:09: Was glaubst Du was würde sich verändern in dieser Welt wenn alle Menschen sich mehr um ihr Nervensystem kümmern würden, wenn einfach alle Menschen mehr dieses Bewusstsein haben was ein reguliertes Nerven System eigentlich verändern kann?

00:51:23: Was glaubt Du was könnte sich in der Welt verändern?

00:51:27: Ich glaube, wir hätten eine friedlichere Welt.

00:51:32: Und da würde ich eben wie gesagt das Nervensystem auf jeden Fall nehmen.

00:51:36: aber das Nervensystem alleine also nur körperliche Regulationsübungen glaube ich reichen nicht sondern wir müssten eben wirklich auch gucken.

00:51:44: warum ist unser Nerven System?

00:51:47: Warum geht es sozusagen in Traumareaktion?

00:51:51: Also warum schreihe ich meinen Partner an Statt zu sagen, wow!

00:51:56: Das war gerade heftig für mich.

00:51:58: Können wir da eine Lösung finden?

00:51:59: Ja.

00:52:01: Also einfach dieses oder warum geht irgendwas in mir in der totale Angst und erstaunt dann?

00:52:10: Und wenn irgendwie mein Chef was sagt, kann ich nichts sagen?

00:52:15: Die Frage woher kommt das?

00:52:18: Ich glaube es ist ... Wir können natürlich regulierende Übungen machen Aber es geht auch darum, an die Ursache zu gehen und da eben zu gucken.

00:52:27: Woher kommt das Muster?

00:52:28: Was sind damit für Gefühle vielleicht verbunden, was für Glaubenssätze?

00:52:32: Dass man mit denen einfach auch arbeitet, weil wenn wir das nicht machen dann bleibt der innere Nervensystem Trigger quasi weiterbestehen.

00:52:42: Und deswegen würde ich sagen... mehr ihre eigenen Gefühle fühlen würden, mehr lernen würden sie auch auszudrücken und ihr Nervensystem zu halten und zu regulieren.

00:52:57: Ich kann mir nur vorstellen das ist eine friedlichere Welt wäre.

00:53:00: Ja

00:53:01: also ich kann zum Beispiel sagen ich bin auch friedlicher weil ich mit mir friedlicher bin und mit anderen.

00:53:09: das heißt nicht dass ich nicht manchmal genervt bin es heißt nicht sich gerade mit Eltern hat man vielleicht noch bestimmte Verstreckungen die sich nie ganz auflösen werden.

00:53:19: Ja, da kommt bei mir auch dann vielleicht die Ungeduld durch oder sonst irgendwas... Aber vielmehr habe ich auch manchmal schon mal die Frage, warte mal!

00:53:28: Die hat jetzt XY gemacht und jetzt sehe ich das sofort als Angriff auf mich.

00:53:35: Sie hat nicht an mich gedacht.

00:53:37: Hmm, bevor ich davon ausgehe und dann die andere anpflaume, könnte ich dann vielleicht auch sagen du hast irgendwie XY gemacht?

00:53:48: Was war denn der Grund dafür?

00:53:50: Und vielleicht sagt die Dusst tut mir so leid, ich wollte ja schon so viel früher Bescheid geben.

00:53:54: Ich war gerade so im Stress, dann habe ich dir erst zehn Minuten vorher Bescheide gehen

00:53:57: können.".

00:53:59: Dann kann ich sagen okay das war echt scheiße für mich.

00:54:02: aber ich weiß also man hat noch nicht schon den Zorn vom Streit von Zaun gebrochen weil man diese ganzen inneren Annahmen

00:54:11: hat

00:54:13: und ich glaube das ist dass man kriegt mehr Raum.

00:54:16: Also es entsteht mehr Raum.

00:54:19: Ja und was ich da auch wahrnehme, ist das hier mehr.

00:54:23: Wir uns selber wahrnehmen dass wir dann auch mehr mitkriegen.

00:54:27: warum hat sich jetzt eigentlich die Überleben Strategie drüber gelegt?

00:54:30: Und dann kann ich auch das kommunizieren.

00:54:32: also dann muss Ich nicht nur in meiner überleben strategie drin hängen bleiben sondern kann auch kommunizierend a ok indem du das gesagt hast wird das und das in mir geträgert und Dann ist dieses muster von mir mal wieder angesprochen was ich sehr gut kenne.

00:54:47: Und ich glaube, was du sagst ist es auch wirklich wichtig sich da kennenzulernen.

00:54:50: Ja

00:54:50: und da kann auch wirklich sich mal aufzuschreiben welche Situationen welcher Tonfall Welche Gefühlslagen Welche Menschen Triggern mich?

00:55:03: Weil dann kann man vielleicht vorher eine runde klopfen oder von kann vorher ne kleine Regulation zu Übungen fürs Nervensystem machen und dann vielleicht ein Hauch anders durch die Situation

00:55:13: gehen.

00:55:13: ja Ja, voll schön.

00:55:15: Also ich glaube das tatsächlich auch, dass wir eine friedlichere Welt haben.

00:55:19: Aber in Summe, dass es nicht nur friedlicher wird sondern dass es in Summen einfach wir auch anfangen dieses Thema zu hinterfragen von also was ja auch schon passiert aber von Schule und die uns ja auch teilweise in diese nerven des Themen muss davon was du am Anfang erzählt hast Leistungsorientierung usw.

00:55:38: und sofort überhaupt das reinbringen Aber da könnten wir jetzt wahrscheinlich noch machen.

00:55:43: Ja, ich

00:55:44: glaube auch!

00:55:47: Und daher ja echt super spannend lieber Anna.

00:55:50: Gibt es noch zum Abschluss irgendwas was du gerne noch ergänzen magst?

00:55:55: Was du das Gefühl hast habe ich keine Frage zugestellt.

00:55:59: Was dir wichtig ist dass du das noch erzählst oder ergänzt.

00:56:04: Nee, ich finde du hast total schöne Fragen gestellt und das fühlt sich super rund an.

00:56:13: Ich glaube, einen Punkt möchte ich noch sagen zu dem wie die Welt sich ändern würde.

00:56:17: Wir wären viel lebendiger.

00:56:20: Ja

00:56:21: weil wenn wir... Wenn unser Nervensystem dafür sorgen muss das Sachen weggedrückt werden oder im Kampfmodus ist dann können wir nicht unsere Flügel ausbreiten.

00:56:29: Dann können wir auch nicht so und wenn ich Gefühle unterdrücken muss unangenehme dann können auch meine angenehmen Gefühlen nicht so schön weit ausschlagen wie sie es könnten wenn ich mir erlaube die Bandbreite meiner Gefühle zuzulassen.

00:56:44: Also ich kann für mich sagen, dass mit jedem Mal wo ich ein unangenehmes Gefühl in der Tiefe und in meinem Kapazitätrahmen hat fühlen können ist auch die Freude ist die Liebe ist einfach auch größer.

00:57:00: also der Regenbogen wird immer bunter

00:57:03: ja

00:57:04: so und dann ist einfach wirklich immer wieder eine schöne Erinnerung Also vielleicht auch für alle, die jetzt zuhören, dass du der wichtigste Menschen in deinem Leben bist.

00:57:19: Nicht im Sinne von nur ich zähle sondern nur wenn du mit dir in Verbindung bist und wenn du manchmal sagst was brauch ich bevor ich für jemand andern

00:57:29: da bin.

00:57:31: Können wir einfach wirklich da sein?

00:57:33: Ja aus dem Kontakt mit sich selbst und der verbundenen Halt heraus.

00:57:40: Super, danke dir lieber Anna.

00:57:41: Es war voll spannend dir zuzuhören.

00:57:43: und ja, danke dass du da warst

00:57:46: in meinem Podcast.

00:57:47: Total gerne!

00:57:49: Ich saß sehr gerne mit dir auf der Couch.

00:57:53: Die blaue Couch?

00:57:54: Genau.

00:57:54: Danke dir.

00:57:56: Gerne.

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